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AMSTETTEN. In Amstetten finden sich viele abgestorbene Bäume und dürre Bäume am Straßenrand.

Franz Raab bei einem abgestorbenen Baum in der Parksiedlung Foto: mott
  1 / 2   Franz Raab bei einem abgestorbenen Baum in der Parksiedlung Foto: mott

AMSTETTEN. In Amstetten finden sich viele abgestorbene Bäume und dürre Bäume am Straßenrand. Franz Raab, grüner Gemeinderat in Euratsfeld, beobachtet ein zunehmendes Baumsterben in Amstetten. Raab: „Die Auswirkungen der Klimakrise betreffen tatsächlich die Städte mehr. Ein Marsch durch Amstetten öffnet einem die Augen: Der Marsch ging von der Elsa-Brandström-Straße hinauf zur Parksiedlung, die Sparkassen-Straße hinunter. Viele mittelhohe Bäume sind halb verdorrt und sieben Stück davon sind komplett vertrocknet. Die klimafitte Stadt beginnt sicher nicht bei der teuren Fassaden-Begrünung. Als erstes müssen Bäume durch Bewässerung und Pflege erhalten werden. Als zweites muss die Stadt mit Sträuchern, Blumen und Bäumen angefüllt werden.

Schatten und Mikroklima

Jeder von uns kennt die Wohltat eines Schattens. Der zweite Effekt ist aber, dass die Bäume durch die Transpiration das Mikroklima in der Stadt kühlen können. Wo jedoch Bäume selber Opfer der Hitze wurden, weil Bewässerung, Düngung und oder Pflege fehlte oder mangelhaft war, bleiben stumme Zeugen zurück. So mancher Beton-Baumring über dem Wurzelraum ist hart wie Beton, es kann kein Regenwasser mehr einsickern. Was heißt das? Wir müssen dringend das Denken zum Handeln führen und die Straßenzüge klimafit für unsere Bürger gestalten. Da wartet viel Arbeit und Obsorge für unseren Bruder Baum. Denn die Bäume wachsen bekanntlich nur langsam gegen den Himmel.“BewässerungssäckeUmweltstadtrat Dominic Hörlezeder (Grüne) besprach die Angelegenheit mit dem Stadtgärtner Günther Sieberer. Demnach berichtete Sieberer, das manche beauftragte Baufirmen nicht auftragsgemäß gehandelt hätten und bei manchen Baumeinfassungen zu wenig Humus und zu viel Schotter verwendet hätten. Als erste Maßnahme werden 30 bis 40 Bewässerungsschläuche angeschafft, auch wenn diese von manchen als hässlich eingestuft werden. Nächstes Jahr muss die Stadt Amstetten eine neue Kehrmaschine kaufen. Hörlezeder empfiehlt eine mit einem großen Wassertank, um die Maschine zum Gießen einsetzen zu können.


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