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NÖ/BEZIRK AMSTETTEN. Eine Umfrage der Jungen Wirtschaft (JW) zeigt Unsicherheit bei Jungunternehmern. Grund: Fehlende Planbarkeit und steigende Kosten.

Junge Unternehmer fordern Entlastungsmaßnahmen. (Foto: Foto: Lisa-S/Shutterstock.com)
  1 / 2   Junge Unternehmer fordern Entlastungsmaßnahmen. (Foto: Foto: Lisa-S/Shutterstock.com)

„Angesichts erheblicher Unsicherheiten für die weitere wirtschaftliche Entwicklung aufgrund der anhaltenden Pandemie sowie einer Inflationsgefahr brauchen junge NÖ Betriebe neben Planbarkeit spürbare finanzielle und bürokratische Entlastungen. Viele hilfreiche Maßnahmen sind bereits im Regierungsprogramm festgeschrieben oder in der Steuerreform enthalten. Sie müssen von der Bundesregierung jetzt zügig und konsequent umgesetzt werden“, fordert Gregor Riedler, Bezirksvorsitzender der JW Amstetten.

Konjunkturbarometer

Das neue Konjunkturbarometer der JW erhebt die Stimmungslage innerhalb der Jungunternehmer und zeigt: Entlastung ist für junge Betriebe das Top-Thema für den Aufschwung – und auch die Antwort auf den steigenden Kostendruck. Der Blick sei professionell und realistisch in die Zukunft gerichtet –wenn auch die Stimmungslage angespannt sei. „Planbarkeit für junge Betriebe ist in Krisenzeiten das Um und Auf. Corona-Pandemie und Inflation gehen nicht spurlos an den Jungunternehmern vorüber“, betont Riedler.

Vorsicht & Realismus

Die Daten zeigen zudem, dass die Stimmungslage der jungen Betriebe von Vorsicht und Realismus geprägt ist, etwa bei Investitionen (34 Prozent rechnen mit sinkenden Investitionen) oder bei der Einschätzung der eigenen Ertragslage (mit einer Verbesserung rechnen nur 22 Prozent). Die höchste, bisher gemessene Inflationserwartung (83 Prozent) macht die stark verbreitete Sorge um die Geldwertstabilität aus.

„Seismografen“ der Unternehmerlandschaft

„Als ‚Seismografen‘ der Unternehmerlandschaft in Österreich machen die jungen Unternehmer hier auf Entwicklungen wie den steigenden Kosten- und Belastungsdruck aufmerksam, der im kommenden Jahr für viele Betriebe zu einer enormen Herausforderung wird“, so Riedler.

Problem: Steigende Kosten

Die steigenden Kosten bremsen auch die Möglichkeiten, neue Mitarbeiter zu beschäftigen (nur mehr 25 Prozent planen Neueinstellungen). 45 Prozent der Befragten sind der Überzeugung, dass sich die eigene Kostensituation verschlechtern wird. Die zentralen Herausforderungen 2022 sind für die Jungunternehmer die steigenden Preise von Rohstoffen und Vorleistungen (47 Prozent), hohe Energiepreise (44 Prozent), Lieferkettenprobleme (39 Prozent) sowie Fachkräftemangel (32 Prozent) und Arbeitskosten (32 Prozent).

Entlastung ist die beste Hilfe für den wirtschaftlichen Aufschwung

Die große Bedeutung steuerlicher Entlastung zeigt sich auch daran, dass jungunternehmerrelevante Detailmaßnahmen der Steuerreform sehr positiv bewertet werden. Dies gilt insbesondere für die Erhöhung des Gewinnfreibetrags (für 68 Prozent sehr bzw. eher positiv), die Senkung der Einkommenssteuer (für 63 Prozent sehr bzw. eher positiv), die höhere Grenze für geringwerte Wirtschaftsgüter (für 62 Prozent sehr bzw. eher positiv), die Einführung eines Investitionsfreibetrags (für 58 Prozent sehr bzw. eher positiv) und die Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband (für 45 Prozent sehr bzw. eher positiv).

Top-Themen der Jungen Wirtschaft

Auch bei den Zukunftsthemen stehe die Entlastung im Vordergrund. „Top-Themen für uns als JW NÖ ist eine Reduktion der Arbeits- beziehungsweise Lohnnebenkosten, Bürokratieabbau und Entlastungen bei der Lohnverrechnung. Weitere wichtige Anliegen sind die Einführung einer Digitalisierungsmilliarde, die Einführung eines Beteiligungsfreibetrags sowie die Umsetzung einer Fachkräfteoffensive“, so Riedler.

Regierung muss Vorhaben „zügig umsetzen“

Die JW NÖ fordere, dass die Bundesregierung die entsprechenden Vorhaben im aktuellen Regierungsprogramm zügig umsetzt. Komme es nicht zu den notwendigen Entlastungen, beeinträchtige dies nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, sondern auch ihre Fähigkeiten, neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Österreichs Jungunternehmen wollen wachsen, Corona hin oder her. Deshalb sind Entlastungsmaßnahmen die beste Hilfe für den Aufschwung“, so Riedler.


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