Leserbrief: "Ybbstalradweg und WSZ auf der Oiden - Wie man sich Probleme einheimsen kann"
AMSTETTEN. Tips-Leser Herbert Katzengruber, ehemaliger SPÖ-Bürgermeister der Stadtgemeinde Amstetten, nimmt in einem Leserbrief zur Änderung der Ybbstalradweg-Routenführung und zum geplanten Wertstoffzentrum auf der Oiden Stellung.

„Die neue Streckenführung des Ybbstal-Radweges, der bis jetzt seit vielen Jahren ohne Probleme und ohne Kritik durch Amstetten führt, lässt viele Menschen „staunen“. Insgesamt soll das Projekt, das als „Optimierung“ bezeichnet wird, im Gemeindegebiet Amstetten 1,4 Millionen Euro kosten. Alleine die Unterführung in Hausmening, im Bereich des „Kokeschwaldes“, wird rund 450.000 Euro kosten.“
„Egal, wer was und wann im Gemeinderat gewusst hat oder nicht (die Bevölkerung hat mit Sicherheit gar nichts erfahren!): Der Jakobsbrunnenweg eignet sich sicher nicht für eine offizielle Radroute. Es gibt hier jetzt schon genug Konfliktpotential zwischen Spaziergänger, Läufern und Radfahrer. Wenn künftig diese Strecke über den Jakobsbrunnenweg als Ybbstalradweg gekennzeichnet und in der offiziellen Radkarte eingezeichnet wird, dann sind noch mehr Probleme vorprogrammiert.“
„Wenn von der Stadtregierung unter anderem argumentiert wird, dass „man künftig mehr Radfahrer ins Zentrum lenken will“, dann genügt ein Info-Taferl am Ybbstal-Radweg, das ins Zentrum weist. Diese „Zentrums-Taferl“ werden ja wohl alle kennen.“
„Ein weiterer Konflikt wird auch das geplante Wertstoffsammelzentrum auf der Oiden werden. Den Wald hinter dem ÖAMTC dafür zu roden, wo gegenüber eine sehr große freie Fläche der Firma Riedler vorhanden ist, ist in Zeiten wie diesen wohl „keine gute Idee“. Auch wenn der Umweltvizebürgermeister Hörlezeder meint, dass durch eine Ersatzaufforstung künftig eine größere Waldfläche als die zu rodende vorhanden sein wird, so ist das auch kein gutes Argument.“


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