Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

AMSTETTEN. Strom, Wärme, Wasser: Jürgen Hürner, Geschäftsführer der Amstettner Stadtwerke, zieht Bilanz über die vergangenen Monate.

(V. l.) Michael Ostermann (Abteilungsleiter Stromverteilung), Bürgermeister Christian Haberhauer und Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Hürner (Foto: Stadtwerke Amstetten)

„In den vergangenen Monaten konnten wir wichtige Meilensteine in der Daseinsvorsage setzen, die sich teilweise sofort und vor allem langfristig bei unseren Kunden positiv auswirken werden“, verweist Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Hürner auf Investitionen im Bereich der Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser.

„Die Stadtwerke sind Impulsgeber für nachhaltige und innovative Umsetzungen in der Daseinsvorsorge. Gleichzeitig sind sie einer der wichtigsten Partner der Amstettner und Garant für die Versorgungssicherheit mit Strom, Wärme und Wasser“, betont VP-Bürgermeister Christian Haberhauer.

Strom: Starker Anstieg bei Photovoltaikanlagen

Die Stadtwerke setzen auf den Ausbau der Photovoltaikanlagen. 2022 wurde eine 1,2 MWp-Anlage in der Doislau errichtet, die zu Beginn des Jahres 2023 in Betrieb genommen wurde. Mit dieser ist es möglich, 400 Haushalte mit Energie zu versorgen.

Zudem wurden auf öffentlichen Gebäuden Photovoltaikanlagen errichtet – etwa beim neuen Stadtbad und der neuen Stadtpflege mit insgesamt 1 MWp-Leistung. „Die Stadtwerke haben die Erzeugungsleistung in einem Jahr von 1 MWp auf 3 MWp verdreifacht. Mit dieser Leistung können jedes Jahr über drei Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt werden“, berichtet Bürgermeister Haberhauer. Der Grund dafür liege „in einer klaren strategischen Ausrichtung und einer konkreten Zielsetzung“.

Neues Umspannwerk entsteht

Mit Photovoltaik und dem eigenen Laufwasserkraftwerk decken die Stadtwerke rund 30 Prozent des benötigten Energiebedarfs der Stadt selbst. Um den künftigen Anforderungen beim Energiebedarf und bei der Energieproduktion gerecht zu werden, entsteht gerade ein neues Umspannwerk. Die Fertigstellung ist mit Ende 2026 geplant.

„Durch die Investitionen und durch Langzeitverträge mit externen Stromlieferanten steigt die Unabhängigkeit vom Weltmarkt. Dies zeigt sich auch in der Preisgestaltung. Im September konnte so die Preise für die Kunden sogar gesenkt werden“, so Geschäftsführer Hürner.

Wärme: Unabhängigkeit von Gas und Strom

Mit dem Ausbau der Fernwärme machen sich die Stadtwerke unabhängig von Öl und Gas. Erst vor wenigen Monaten wurden das Bezirksgericht und das Landesklinikum an das Fernwärmenetz angeschlossen. „Wir wollen den Ausbau weiter forcieren – sei es im privaten oder öffentlichen Bereich“, gibt Hürner Einblick in die Pläne. Dementsprechend setzt man auch bei der neuen Stadtpflege auf Fernwärme.

„Heizen muss leistbar, krisensicher und ausfallsicher sein. Daher ist der Ausbau der Fernwärme ein großes Anliegen der Stadt und der Stadtwerke“, ergänzt der Bürgermeister.

Wasser: Investitionen in die Versorgungssicherheit

„Das Wasserleitungsnetz wird laufend erweitert und erneuert. Heuer wurde die neue Ringleitung nach Allhartsberg errichtet. Damit ist es auch möglich, in Zeiten des Klimawandels die Versorgung der Nachbargemeinden sicherzustellen“, berichtet der Stadtwerke-Geschäftsführer Hürner.

Im Vorjahr wurde die neue 2.347 Meter lange Füllleitung zum Hochbehälter in der Südhangsiedlung gelegt. In diesem sind neun Millionen Liter Wasser gespeichert. Dieser bilde mit den sechs weiteren Hochbehältern, 19 Drucksteigerungsanlagen und 270 Kilometern Hauptwasserleitungen das Rückgrat der Versorgung.

„Damit garantieren die Stadtwerke zu jeder Zeit die Sicherheit der Versorgung aus der öffentlichen Hand“, betont der Bürgermeister.

Sicherheit gegen Blackout

Die gesetzten Maßnahmen tragen laut Hürner auch „ganz wesentlich“ zur Ausfallsicherheit während eines Blackouts bei, damit auch im Ernstfall die Versorgung garantiert werden kann.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden