Neues Buch über Amstetten in der NS-Zeit präsentiert
AMSTETTEN. „Amstetten als Modellstadt im Dritten Reich? NS-Stadtplanung zwischen Vision und Realität“ ist der Titel des Werks, welches der Historiker Gerhard Ziskovsky vor rund 120 Besuchern im Rathaussaal vorstellte.

Die Stadtplanungen des Nationalsozialismus beschränkten sich nicht nur auf Großstädte. Auch Kleinstädte wie Amstetten sollten im nationalsozialistischen Sinn umgestaltet werden. Angetrieben vom persönlichen Ehrgeiz des damaligen Bürgermeisters wurden zahlreiche Projekte zur Schaffung einer Modellstadt im Kleinen entwickelt.
Von den hochtrabenden Ideen wurde – kriegsbedingt – nur ein Bruchteil verwirklicht, vielfach auf Grundlage von Enteignung und Zwangsarbeit. Zahlreiche Ideen fanden allerdings Eingang in die Stadtplanung nach 1945 und wirken bis heute nach.
„Dr. Gerhard Ziskovsky gelingt mit diesem Werk ein tiefer Einblick in die Stadtgeschichte. Dahinter steckt jahrzehntelange Recherche- und Forschungsarbeit. Vielen Dank für dieses Engagement“, erklärt Kulturstadtrat Stefan Jandl (ÖVP).
Das Buch ist in der Stadtbücherei und in der Buchhandlung Stöckl zum Preis von 29 Euro erhältlich.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden