Amstetten setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern
AMSTETTEN. Vom 25. November bis zum 10. Dezember finden die „16 Tage gegen Gewalt“ statt. In Amstetten engagieren sich Frauenorganisationen und politische Vertreterinnen gemeinsam, um auf Gewalt an Frauen und Kindern aufmerksam zu machen und Betroffenen Hilfe zu bieten.

Die Schwerpunkte der diesjährigen Aktion liegen auf Bewusstseinsbildung und der Schaffung realer Unterstützungsangebote. Landesrätin und stellvertretende SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) betont: „Bewusstseinsbildung ist enorm wichtig. Wir müssen Gewalt aus der Privatheit holen, Frauen ermutigen und ermächtigen und ihnen Schuld und Scham nehmen. Wir stärken die Zivilgesellschaft, sich einzumischen und hinzuschauen.“
Bezirk: heuer 172 Betretungsverbote
Die aktuellen Zahlen zeigen den dringenden Handlungsbedarf: Im Bezirk Amstetten gab es heuer 172 Betretungsverbote – das sind um 33 mehr als im Vorjahr. „Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass wir nicht nur individuelle Hilfe anbieten, sondern auch strukturelle Maßnahmen ergreifen müssen“, so Königsberger-Ludwig. „Die 16 Tage gegen Gewalt sind dafür eine hervorragende Plattform, aber es braucht darüber hinaus reale Angebote.“
Leistbare Wohnungen und Kinderbetreuung
Zu diesen Angeboten zählen gut ausgestattete Beratungsstellen, Frauenhäuser und Schutzwohnungen. „Es geht darum, Frauen Wege aus Gewaltbeziehungen zu zeigen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, erklärt Königsberger-Ludwig. „Dazu gehören leistbare Wohnungen und Kinderbetreuungsangebote, damit Frauen arbeiten und unabhängig leben können.“
Bezirksfrauenvorsitzende Birgit Wallner weist auf das Unterstützungsangebot in Niederösterreich hin: „Die Frauenhelpline unter 0800 222555 und das NÖ Frauentelefon unter 0800 800810 bieten anonyme Hilfe und kostenlose Erstberatung an. In Amstetten setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern.“
Elisabeth Asanger, Frauenvorsitzende der SPÖ Amstetten Stadt, ergänzt: „Wir stehen für individuelle Hilfe und den Abbau struktureller Hürden. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, Gewalt gegen Frauen und Kinder zu bekämpfen.“
Appell an Zivilgesellschaft
In Amstetten setzen Frauenorganisationen und politische Vertreterinnen ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Gemeinsam ermutigen sie Frauen, aus Gewaltbeziehungen auszusteigen, und appellieren an die Zivilgesellschaft, hinzuschauen und sich einzumischen.
„Denn Frauenrechte sind Menschenrechte, und ein gewaltfreies Leben muss für alle möglich sein. Als deutliches Zeichen für diese Aktion weht nun an der Adresse der Bezirksorganisation der SPÖ in der Ardaggerstraße die Fahne gegen Gewalt an Frauen“, so Königsberger-Ludwig.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden