FPÖ-Spitzenkandidat Hermann Brückl hofft auf politischen Wandel
ANDORF. Am 15. Oktober wird in Österreich gewählt. Im Wahlkreis Innviertel kämpft Hermann Brückl als FPÖ-Spitzenkandidat um seinen Platz im Nationalrat. Mit Tips spricht der Diplomrechtspfleger aus Andorf über seine Freude an der Politik, welche Themen ihm am Herzen liegen und wie er die Bürger für sich gewinnen will.

Tips: Die FPÖ schickt Sie im Wahlkreis Innviertel als ihren Spitzenkandidaten ins Rennen um einen Platz im Nationalrat. Wie rechnen Sie sich die Chancen aus, wieder einen Sitz zu bekommen?
Hermann Brückl: Im Innviertel genießt die Freiheitliche Partei seit jeher eine sehr hohe Akzeptanz bei den Menschen. Wenn man der derzeitigen Stimmungslage Glauben schenken kann, dann ist das Erreichen eines Grundmandates, so wie auch bereits 2008 und 2013, durchaus realistisch und sollte wieder möglich sein.
Tips: 2015 haben Sie den Platz von Elmar Podgorschek im Nationalrat eingenommen. Bringt Ihnen diese Erfahrung Vorteile im Kampf um die Stimmen?
Brückl: Der Vorteil meiner zweijährigen Erfahrung im Nationalrat liegt sicher darin, dass mein Informationsstand ein höherer ist, als ohne diese Kenntnisse. Darüber hinaus weiß ich, was mich erwartet und kenne die Gegebenheiten und Usancen im Parlament.
Tips: Der Wahlkampf ist eröffnet: Dennoch ist es derzeit noch sehr ruhig um die Freiheitliche Partei. Haben Sie eine Erklärung dafür?
Brückl: Uns Freiheitlichen war es wichtig, nicht schon in der Ferien- und Urlaubszeit die Bürger in unserem Land mit Werbung und Wahlpropaganda zu behelligen. Ein langer Wahlkampf ermüdet die Menschen und schafft möglicherweise Desinteresse. Deshalb haben wir Anfang September begonnen intensiv für unsere FPÖ zu werben.
Tips: Wie lautet Ihr Motto für die Wahl 2017?
Brückl: Es ist nicht ganz einfach meine Grundeinstellung zu Politik und Wahlen in ein Motto zu packen. Am besten bringe ich es auf den Punkt, wenn ich sage, dass ich ein zutiefst bodenständiger Mensch bin, dem es unglaubliche Freude bereitet Politik machen zu können. Für mich ist es der schönste Job der Welt.
Tips: Warum sollten die Bürger ihre Stimme der FPÖ und im Speziellen Ihnen schenken?
Brückl: Jeder Österreicher, der endlich eine Änderung des bestehenden rot-schwarzen Systems in unserem Land will, muss meine und unsere FPÖ wählen. Denn einen Wandel in der Politik wird es nur geben, wenn wir Freiheitliche als starker Partner in einer Regierung Verantwortung übernehmen können. Und ich stehe eben auch für diesen Wandel hin zu mehr Fairness, mehr Freiheit und mehr Sicherheit im Sinne unseres freiheitlichen Leitgedankens „Österreich zuerst“.
Tips: Auf welche Themen werden Sie den Schwerpunkt setzen?
Brückl: In kurzen Schlagworten dargestellt sind für mich als Innviertler die wichtigen Themen Heimat und Infrastruktur im ländlichen Raum, die Frage der Sicherheit verknüpft mit der Thematik der Zuwanderung und Integration sowie Wirtschaft und Tourismus.
Tips: Wo sehen Sie Aufholbedarf im Innviertel, speziell in Ihrem Heimatbezirk Schärding?
Brückl: Aufholbedarf haben wir sicherlich im Bereich der Infrastruktur. Dies trifft sowohl auf den Straßenbau und den öffentlichen Verkehr zu, wie auch auf die hausärztliche Versorgung oder die Kinderbetreuung. Genauso wichtig ist aber auch, dass die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft stimmen. Unternehmen bringen und schaffen Arbeitsplätze und tragen dazu bei, dass die Bürger in unserer Region, in unserem schönen Innviertel wohnen, leben und arbeiten können.
Tips: Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Brückl: Auch wenn es wie eine hohle Worthülse klingt, aber seit jeher ist die Grundlage meines politischen Engagements die Hoffnung und der Glaube daran, dass es in unserem Österreich einen politischen Wandel gibt. Ich arbeite mit, dass es endlich ein Ende von politischen Zwängen, von Parteibuchwirtschaft, von Unsicherheiten und einer lähmenden Bürokratie gibt. Mehr Sicherheit, aber auch mehr Freiheit, mehr Leistungsgerechtigkeit und mehr Fairness sind meine ganz persönlichen Ziele und der Grund, warum ich Politik mache.
WORDRAP
Das wichtigste Ereignis in meiner politischen Laufbahn war… die Wahl zum Bezirksparteiobmann der FPÖ Schärding im Februar 2002.
Mein größter Erfolg als Politiker war… Es gab viele Erfolge. Immer dann, wenn es mir gelang Bürgern, die sich mit einem Anliegen an mich gewandt haben, weiterzuhelfen, waren das die größten Erfolge.
Als Kind wollte ich immer… viel Zeit am Fußballplatz verbringen.
Nach der Wahl… ist vor der Wahl.
In zehn Jahren werde ich… hoffentlich noch immer gesund und mit der gleichen Freude wie heute politisch tätig sein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden