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Nationalrat Hermann Brückl hofft auf eine Fortsetzung der Türkis-Blauen Regierung

Omer Tarabic, 24.09.2019 12:54

BEZIRK SCHÄRDING. Nur noch wenige Tage und Österreich wählt eine neue Regierung. Der Freiheitliche Nationalrat Hermann Brückl würde sich eine Fortsetzung der Türkis-Blauen Koalition wünschen. von 

Nationalrat Hermann Brückl (Foto: FPÖ)
Nationalrat Hermann Brückl (Foto: FPÖ)

Dass die Wahlkampfzeit für Politiker mitunter sehr stressig sein kann, ist allseits bekannt. Bei Hermann Brückl kommt zu den Wahlkampfterminen noch die Arbeit als Nationalrat hinzu. „Im Moment ist es sicher etwas stressiger als sonst, aber auch das geht vorbei. Neben den zahlreichen Wahlkampfveranstaltungen im Bezirk bin ich pro Woche einige Tage in Wien. Immerhin muss ich meine Pflichten als Nationalrat wahrnehmen“, berichtet der Andorfer Hermann Brückl, für den der heurige Wahlkampf anders ist als die vergangenen.

Anders als sonst

„Im heurigen Wahlkampf wird viel mehr darüber berichtet und gesprochen, was wer gesagt, getan oder gepostet hat und weniger darüber, welche Gesetze die Parteien in den kommenden Jahren in die Wege leiten wollen. Ich finde das sehr schade“, meint Brückl, der hinzufügt: „Die Ibiza-Affäre um Heinz Christian Strache oder die Schredder-Affäre um Alt-Kanzler Sebastian Kurz. All dies sind bestimmende Themen des heurigen Wahlkampfes. Dabei gibt es für mich wesentlich wichtigere Sachen.“ Damit meint Brückl Themen wie unter anderem die Senkung der Steuer, die Arbeitslosigkeit, das Stoppen der illegalen Migration, sowie das Fortführen der schuldenfreien Politik. „Wir stehen in den kommenden Jahren vor sehr großen Herausforderungen“, meint der Nationalratsabgeordnete. So hat laut Brückl ein Finanzexperte kürzlich berichtet, dass Ende des kommenden Jahres eine Finanzkrise ansteht.

Türkis-Blau

Weiters berichtet Brückl, dass die FPÖ gerne wieder, gemeinsam mit der Volkspartei, regieren würde. „Alle haben der Türkis-Blauen Regierung eine hervorragende Arbeit attestiert. Wir von den Freiheitlichen würden diese gerne wieder fortsetzen“, meint Brückl, für den es für die FPÖ nur einen potenziellen Regierungspartner gibt. „Die Spitzenkandidatin der SPÖ, Pamela Rendi-Wanger hat gesagt, dass für Sie eine Koalition mit der FPÖ nicht in Frage kommt. Daher bleibt für uns nur Türkis-Blau“, meint der Nationalrat.

Geringer Schaden durch das Ibiza-Video

Dass das Ibiza-Video die FPÖ viele Wählerstimmen kosten könnte, das glaubt Brückl nicht. „Die Leute haben gesehen, dass die FPÖ mit dem Ibiza-Video nichts zu tun hat. Sowohl Strache als auch Gudenus sind politisch nicht mehr aktiv. Wir haben mit Norbert Hofer und Herbert Kickl eine neue Parteispitze, die alles daran setzen wird, damit unser Land auch in Zukunft stabil bleibt.“

Good cop, bad cop

Die neue FPÖ-Führungsriege um Norbert Hofer und Herbert Kickl ist für Brückl die absolut richtige. „Die beiden ergänzen sich sehr gut. Norbert ist der ruhige, zurückhaltende, sozusagen der ,good cop“, Kickl hingegen ist der ,bad cop“. Er eckt gerne an, scheut keine Konfrontation und polarisiert. Aber das gehört in der Politlandschaft dazu. Beide haben jedoch nur eines im Sinn, und das ist das Wohl der Österreicher. Das ist wichtig“, berichtet Brückl.

Laut den aktuellen Umfragewerten liegen die Freiheitlichen bei etwas mehr als 20 Prozent. „Bei Wahlprognosen bin ich immer sehr vorsichtig. Ich persönlich glaube, dass wir bei etwa 23 Prozent landen werden. Es wird natürlich viel davon abhängen, ob unsere Wähler zur Wahlurne gehen. Bei der kürzlich durchgeführten EU-Wahl haben viele FPÖ-Wähler keine Stimme abgegeben. Natürlich hoffe ich, dass dies am kommenden Sonntag nicht passiert“, hofft Brückl auf eine hohe Wahlbeteiligung und geht von einem Sieg der Volkspartei aus. „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, dass die Volkspartei nicht die stimmenstärkste Partei wird. Dahinter sehe ich uns und die Sozialdemokraten. Im Innviertel bin ich mir sicher, dass wir die zweitstärkste Partei werden“, berichtet Brückl.


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