Umfahrung Haid: Freude über Projektfortschritt, aber besserer Lärmschutz gefordert
ANSFELDEN/PUCKING/TRAUN. Eine wesentliche Verkehrsentlastung soll die geplante Umfahrung Haid bringen. Nun wurde das Projekt mit Anschlussstelle Traun zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht. Baubeginn soll 2021 sein.

In diesem Bauprojekt, das mit Gesamtkosten von rund 75 Millionen Euro veranschlagt wurde, sieht Landesrat Günter Steinkellner eine Verbesserung der Infrastruktur, eine Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes und eine notwendige Konjunkturmaßnahme. „Infrastrukturprojekte wie die Umfahrung Haid sind gerade in Zeiten wie diesen von größter Wichtigkeit“, so Steinkellner.
Weniger Verkehr in Haid
Die B139 Kremstalstraße ist für zahlreiche Oberösterreicher eine bekannte Hauptverkehrsader. Durch die Errichtung der Umfahrung Haid und den Neubau der Anschlussstelle an die A1 West Autobahn und A25 Welser Autobahn würden bis zu 80 Prozent des derzeitigen Verkehrsaufkommens von der Ortsdurchfahrt Haid auf die Umfahrung verlagert. „Die Umfahrung Haid heißt Lebensqualität zu schaffen und Arbeitsplätze in der Region zu gewährleisten und auch zu sichern“, freut sich Ansfeldens Bürgermeister Manfred Baumberger über den Projektfortschritt. „Es werden viel weniger Autos mitten durch Haid fahren, weil es fast nur mehr Ziel- und Quellverkehr geben wird.“ Das sei etwa für den an der Strecke liegenden Kindergarten und das Seniorenzentrum positiv. „Es erfolgt auch eine Aufwertung durch die derzeitige Errichtung der Lärmschutzwände entlang der A1“, so Bürgermeister Baumberger weiter. Zudem sei die Umfahrung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region wichtig. Zusätzlich werde sich Baumberger dafür einsetzen, dass nicht nur die Umfahrung Haid, sondern auch die Straßenbahn und die Anschlussstelle Ebelsberg gebaut werden.
Optimierungsbedarf
Mit dem Antrag auf UVP wird das Projekt für die drei Kilometer lange Umfahrungsstrecke bei der Behörde eingereicht, von Sachverständigen überprüft und bei Bedarf noch optimiert. „Als Landesrat sehe ich noch Optimierungsbedarf im Bereich des Lärmschutzes für die Gemeinde Pucking. Beiden Gemeinden soll ein äqualer Schutz geboten werden, weshalb wir hier noch nachschärfen werden“, so Steinkellner. Diesbezüglich gab es unter anderem bereits Gespräche mit Ansfeldens Vizebürgermeister Christian Partoll und Gemeindevorstand Thomas Altof aus Pucking. „Im Bereich des Lärmschutzes konnten Christian Partoll und ich nach Gesprächen mit Landesrat Steinkellner und der Asfinag deutliche Ergänzungen für Gunsfelden, Hasenufer und die Anrainer erwirken“, so Altof.
Lärmschutzmaßnahmen
Puckings Bürgermeister Robert Aflenzer ist der Schutz der Puckinger Bevölkerung ein großes Anliegen. „Die Umfahrung Haid wird zu einem sehr großen Teil auf Puckinger Gemeindegebiet errichtet. Dies gilt ebenso für die Zu- und Abfahrten der B 139 zu und von der A1“, berichtet Aflenzer. „Uns geht dadurch viel Fläche verloren. Wir werden auch verstärkt mit Verkehrslärm und Luftverschmutzung belastet.“ Pucking bringe große Opfer für alle andere, daher sollte es auch mehr und qualitativ hochwertige Lärmschutzmaßnahmen für die Puckinger Bevölkerung vom Land Oberösterreich geben. „Die Umfahrung Haid als solche ist sicherlich erforderlich. Pucking will aber nicht alle damit verbundenen Nachteile tragen müssen, ohne einen gewissen Ausgleich dafür zu bekommen“, macht Aflenzer deutlich.


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