Michael Hofer taucht in das Leben, Arbeiten und die Kultur Südamerikas ein
ARNREIT/ARGENTINIEN. Erst ein paar Tage vor der Abreise hat sich Michael Hofer für seinen Trip nach Südamerika entschieden. Seit Anfang Juni ist er dort und fühlt sich mittlerweile sehr wohl.

Momentan ist der junge Arnreiter auf einem Hof am Fuß der südamerikanischen Anden. „Das ist ein Traum!“, schwärmt er begeistert von der Landschaft. Seit gut eineinhalb Monaten arbeitet Michael Hofer im Rahmen des sogenannten WWOOF-Programms auf verschiedenen Farmen und Höfen in Argentinien und reist zwischen den Arbeitsaufenthalten herum. Was er dabei so schön findet, ist, dass er das Land kennenlernt, wie es wirklich ist und nicht aus einem touristischen Blickwinkel: „Als WWOOFer kommst du zu den Leuten, die wirklich in dem Land wohnen.“
Sprachlich von Null auf 100
Bei seiner Ankunft in Argentinien konnte Michael Hofer kaum ein Wort Spanisch – nach einem Crash-Kurs bei einer Studentin in Buenos Aires, auf deren Couch er übernachten durfte, und vielen Begegnungen mit ausschließlich Spanisch-sprechenden Menschen, kann er mittlerweile kommunizieren. „Ich kann auch schon ein paar Schmähs auf Spanisch machen“, lacht er.
Wichtig ist die Sprache auch deshalb, damit er mit den anderen Leuten zusammenarbeiten kann. „Als WWOOFer weißt du nie, wie ein Hof wirklich ist. Es kann sein, dass du extrem viel lernst, aber auch, dass du den Leuten etwas lernen musst“, erklärt Michael. Bei der ersten Farm in der Nähe von Buenos Aires hat er die Erfahrung gemacht wie es ist, mit wenig Spanisch-Kenntnissen und Händen und Füßen landwirtschaftliches Wissen zu vermitteln.
Arbeiten in den Bergen
Auf dem Hof, auf dem Michael Hofer jetzt ist, gehört es unter anderem zu seiner Aufgabe, Lehmhütten zu bauen – und das mitten in den Anden. „Vor kurzem haben wir auch draußen übernachtet – unter dem Sternenhimmel und neben einem kristallklaren See. Das ist schon fast surreal, wie in romantischen Vorstellungen“, schwärmt er. Für ihn ist die ganze Zeit in Südamerika trotz des Arbeitens wie Urlaub und er genießt es auch, viele interessante Menschen zu treffen. Dadurch, dass er offen durch die Welt geht, hatte er auch schon viele schöne Begegnungen mit Einheimischen und Fremden.
Jedem zu empfehlen
Auf jeden Fall kann Michael Hofer einen derartigen Auslandsaufenthalt nur weiterempfehlen: „Man muss sehr offen und sehr spontan sein, aber man lernt irrsinnig viel dabei,“ sagt der Mühlviertler.
Verfasser: Maria Köchler








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