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Der Arnreiter Hans Gahleitner und die BioRegion wollen Saatgut aus dem Mühlviertel wiederbeleben

Sebastian Wallner, 12.03.2018 11:15

ARNREIT/GRAMASTETTEN. Das Saatgut aus dem Mühlviertel wiederzubeleben hat sich die BioRegion Mühlviertel zur Aufgabe gemacht. In einer ersten Gesprächsrunde am Köglerhof in Gramastetten wurde Wissen ausgetauscht und weitere Schritte besprochen. Mitdabei war auch Zuchtpionier Hans Gahleitner aus Arnreit.

Der Verein BioRegion Mühlviertel greift das Thema „Saatgut aus dem Mühlviertel“ wieder an. (v.l.n.r.: Mario Thauerböck, Norbert Eder, Josef Eder, Hans Gahleitner und Klaus Bauernfeind) Foto: BioRegion Mühlviertel

„Das Gedächtnis einer Pflanze ist besser als das menschliche, denn sie gibt es schon viel länger auf dieser Erde. Mit Saatgutpflege kann der Biolandbau die konventionelle Landwirtschaft sogar eines Tages überholen und wir können den Bedarf der Konsumenten an regionalen Produkten decken“ sagt Hans Gahleitner.

Zahlreiche Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Branchen nahmen an der Gesprächsrunde teil, um sich zu diesem Thema auszutauschen und um in weiterer Hinsicht Arbeitsgruppen zu bilden, die gemeinsam an der Pflege regionstypischer Sorten arbeiten.

Schnittstelle BioRegion

Die BioRegion Mühlviertel dient als Schnittstelle der verschiedenen Akteuere im Mühlviertel (Urproduzent,Verarbeiter und Konsument) und will das Thema „Saatgut aus dem Mühlviertel“ in den nächsten Jahren stark thematisieren und bearbeiten. Zu den Themenbereichen Mohn, Gerste, Roggen und Ölsaaten haben sich schon erste Kleingruppen gebildet.

Mitgliedschaft

Auch Konsumenten können Mitglied im Verein werden und so den Biolandbau im Mühlviertel unterstützen: Eine Mitgliedschaft kostet jährlich 150 Euro. Im Gegenzug dazu erhält man drei mal im Jahr Produkte im Wert von je 50 Euro zugesandt. Die Mitgliedschaft ist somit kostenlos. Die drei Boxen enthalten biologische Produkte aus dem Mühlviertel, die jedes Mal saisonal und individuell der Jahreszeit angepasst werden.

„Es ist schön zu sehen, dass nachhaltiges Denken und umweltbewusstes Handeln von so vielen Menschen aufrichtig unterstützt wird. Das dieses Projekt so viel Zuspruch gefunden hat, ermöglicht uns den Verein und seine Aktivitäten aufrecht zu erhalten.“ sagt Obmann Klaus Bauernfeind.


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