Von der Muse geküsst: „The Knutshers“ präsentieren Album
ARTSTETTEN. Stephanie Balih und Alex Dolphin alias „The Knutshers“ stellten vor wenigen Tagen ihr erstes gemeinsames Album vor. Der Titel „Beat of the Universe“ ist Programm. Mit poppigem Sound besingen und bespielen sie die Himmelsgestirne und die Welt. Tips bat die zwei jungen Künstler zum Gespräch.

„Wir wollen Liebesbotschafter sein und Knutschen hat ja mit Liebe zu tun“, erklärt Alex Dolphin augenzwinkernd den Bandnamen „The Knutshers“. „Wir möchten mit unserer Musik die Ohren unseres Publikums küssen“, fügt seine Kollegin Stephanie Balih an. Sie und Alex Dolphin gehen seit vielen Jahren gemeinsam durchs Leben. Seit 2014 auch beruflich in der Bandformation The Knutshers. Vergangenes Wochenende stellte das Duo, unterstützt von Werner Raubek am Schlagzeug und Georg Buxhofer am Bass, sein Debüt-Album „Beat of the Universe“ im Atelier an der Donau in Ybbs vor. Die Lieder, die darauf zu finden sind, sind gut gereift – lange wurde an ihnen gefeilt.
Herzschlag des Universums
Mit dem Ergebnis sind Balih und Dolphin mehr als zufrieden „Das Gefühl muss rüber kommen. Man soll spüren, dass Menschen und keine Computer am Werk waren. Ist Musik zu glatt, verliert sie ihre Lebendigkeit“, erklären die jungen Künstler. „Sterne“, „Vollmond“, „Peace on Earth“ und „Love is a Rainbow“ heißen die Songs neben dem titelgebenden Track „Beat of the Universe“. „Der Herzschlag des Universums, das Göttliche in uns allen und die Energie, die alles verbindet“ bilden den thematischen Rahmen für das Album. Die poppigen Nummern sollen Mut machen und positiv inspirierend auf die Zuhörer wirken.
Wie ein Geistesblitz
Eine zweimonatige Produktionsphase liegt hinter den Musikern. In vier intensiven Studiotagen in „Wohnzimmeratmosphäre“, wie Balih sagt, wurde das Album im vergangenen Dezember eingesungen und eingespielt. Wichtig war ihnen der dramaturgische Aufbau ihres Albums. Die Lieder – ein musikalischer Streifzug durch den Weltraum und das Leben – animieren mal zum Mitsingen, manchmal zum Stillwerden und dann wieder zum Tanzen. „Sich hinzusetzen und zu sagen: „Jetzt schreibe ich einen Song“ funktioniert nicht – zumindest wir können das nicht“, sagt Dolphin. „Die Ideen kommen meistens wie ein Geistesblitz von selbst. Deshalb habe ich immer ein Diktiergerät dabei. Man muss solche Moment sofort festhalten, sonst ist alles wieder weg“, erklärt Balih den sensiblen Prozess des Songschreibens. Die Idee zu „Live is a Rainbow“ kam Balih auf einer Wiese in Lunz am See – ein Regenbogen hatte sich dort über den Himmel gezogen. The Knutshers singen und spielen nur Eigenkompositionen – auch die Texte stammen aus eigener Feder.
Zwei Leben für die Kunst
Musik machen die jungen Künstler schon seitdem sie denken können. Balih war in jüngeren Jahren viel mit ihrer Familienband in Oberbayern unterwegs. Dolphin verschlug es als Schlagzeuger mit der Musikschulbigband Wieselburg schon bis nach Japan. Sprachlich fühlt sich das Künstlerpaar im Deutschen und Englischen zuhause. Auch ein Lied in Mundart findet man auf „Beat of the Universe“. Ihr Heim haben sich Balih, die ursprünglich aus Bayern stammt, und Dolphin, der in Wieselburg aufgewachsen ist, in Nussendorf bei Artstetten eingerichtet. Von dort aus wollen sie ihr Publikum suchen und es mit ihrer Musik verzaubern. „Man muss sein Ding machen und seinen eigenen Weg gehen“, sind sich die beiden einig. Wenn die Knutshers davon sprechen, mit ihrer Kunst Friedens-, Natur- und Liebesbotschafter sein zu wollen, glaubt man ihnen das.
„Schön war“s„
„Wir ergänzen uns sehr gut in dem, was wir künstlerisch machen. Alex ist Musiker und Filmemacher, ich bin Musikerin und Malerin. Wir treffen uns bei der Musik“, erzählt Balih, die freie Kunst und Musikpädagogik studiert hat. Die Album-CDs der Wahl-Nussendorfer liegen in kunstvoll gestalteten CD-Hüllen, die von Balihs Gemälden geziert werden. Die Präsentation ihres Debüt-Albums in Ybbs war für das Duo ein voller Erfolg und der Startschuss für mehr. „Schön war“s“ war eines der Komplimente, das sie nach dem Schlussapplaus ernten durften und das sie besonders berührt hat – es stammte aus dem Munde eines Zweijährigen. „Wir wollen ins Radio“, antwortet Balih auf die Frage nach den nächsten Projekten und Zielen. Auch ein Musikvideo zu „Beat of the Universe“ soll in Bälde entstehen – Dolphin verfügt dafür als Filmemacher und studierter Medientechniker über das nötige Know-how. Was die Sterne sonst noch für die Universalkünstler bereit halten, wird die Zeit zeigen. Ein weiteres Album soll es aber auf jeden Fall geben.


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