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ASCHBACH. Anlässlich der Mosttaufe feierten zahlreiche Mostproduzenten sowie Vertreter von Wirtschaft und Politik den Most als Kultprodukt mit Tradition.

  1 / 4   NÖ Mostkönigin Sandra I., Mostpate Otto Auer, Landeshauptmann Erwin Pröll, Hans Hiebl mit dem von Erwin Kastner gestalteten Ettikett , NÖ Mostkönigin-Stellvertreterin Romana II. und Mostpatin Schauspielerin und Buchautorin Katrin Lux (v. l.)

Längst ist der Most nicht mehr nur der kleine Bruder des Weins. Das zeigten die Mostproduzenten selbstbewussst bei der Tauffeier des Jahrgangsmostes im Palmenhaus Starkl in Aschbach, bei der zahlreiche Ehrengäste - darunter Landeshauptmann Erwin Pröll - dem Most Respekt bekundeten.

Dank an Mostbauern

Diese Feier nahm die Landtagsabgeordnete und Obfrau der Tourismusregion Moststraße Michaela Hinterholzer (ÖVP) zum Anlass, den Mostbauern zu danken. In 25 Jahren ist es den Bauern gelungen dem Most wieder den Stellenwert zurückzugeben, den er in seiner Hochblüte hatte. Hinterholzer wies allerdings auch darauf hin, dass viele Mostobstbäume überaltert seien. Sie ermunterte die Mostbauern, intensiv neue Bäume zu setzen und die alten zu pflegen.

Auch wenn die Blütezeit der Mostbirnbäume nur kurze Zeit dauert, ist das immer wieder ein Anblick, der sich in der Erinnerung einbrennt. Das bestätigte auch Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP), der erzählte, dass er einmal im Hubschrauber während der Mostobstblüte über das Mostviertel geflogen sei. Da sei ihm die Schönheit des Mostviertels so richtig bewusst geworden.

Auch Pröll dankte den Mostbauern dafür, dass sie die Landschaft pflegen und den Most mit Leidenschaft produzieren.

Drei Wünsche

Drei Wünsche richtete Pröll an die Mostproduzenten: „Ich wünsche Ihnen Bodenständigkeit, die Sie in der Vergangenheit an den Tag gelegt haben. Das Wichtigste ist am Boden zu bleiben, wenn man Erfolg hat, und der Most ist ein Erfolgsprodukt. Ich wünsche Ihnen tief verwurzelt zu bleiben, denn jemand der tief verwurzelt ist, der kann auch das ein oder andere Risiko eingehen und das bedeutet Innovation. Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Lebensart pflegen, denn Tradition zu pflegen ist ein ganz wesentlicher stabilisierender Faktor.“ Auch Pröll rief die Mostbauern auf, viele weitere Bäume zu pflanzen.SegnungDie Taufmostsegnung nahm Abt Petrus Pilsinger vom Stift Seitenstetten vor, der in launigen Worten erklärte, dass den Worten des Landeshauptmannes nichts hinzuzufügen sei und er deshalb auf seine vorbereitete Rede verzichte. „Wenn ein Kind bei der Taufe schreit, dann schauen wir, dass wir die Taufe schnell erledigen. Der Taufmost schreit zwar nicht, aber ich sehe, dass Sie sich schon auf das Buffet freuen“, erklärte Abt Petrus Pilsinger.

Taufpaten

Als Taufpaten traten die Schauspielerin Katrin Lux und Landwirtschaftskammer Vizepräsident Otto Auer auf. Lux stammt aus der Region Seitenstetten, lebt aber schon lange in Deutschland, wo sie sich mehr und mehr als Botschafterin des Mostviertels versteht. „Früher hat man in Deutschland mit dem Namen „Mostviertel“ nichts anfangen können. Jetzt gibt es schon Reisegruppe, die ins Mostviertel fahren“, erklärte Lux. Otto Auer wiederum ist Weinbauer. Doch auch er weiß mittlerweile den Most zu schätzen.Der Obmann des Obstbauverbandes Mostviertel Hans Hiebl bedankte sich bei den elf Produzenten, die die Jubiläumsmoste – einen Apfel- und einen Birnenmost Cuveé – komponiert haben.


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