Besondere Herausforderungen durch Corona im Feuerwehrdienst
ASTEN. Trotz der aktuellen Einschränkungen, welche die Ausbreitung des Corona-Virus verhindern sollen, unternehmen die Feuerwehren im Land alles, um die Einsatzbereitschaft weiterhin aufrecht zu halten. So wurden bereits vor dem Erlass der Regierung bei der Feuerwehr Asten sämtliche Ausbildungen, Veranstaltungen, Jugendstunden und Besprechungen abgesagt.

Spezielle Hygienemaßnahmen tragen bei notwendigen Tätigkeiten im Feuerwehrhaus zur Eindämmung bei. Auch der Zutritt zum Feuerwehrhaus und die sozialen Kontakte wurden erheblich eingeschränkt. Alles für ein übergeordnetes Ziel:
Eigenschutz (und Fremdschutz) vor Einsatz - der Rest kann warten
Damit es auch im Einsatzdienst zu keinen Infektionen kommt, wird in erster Linie auf den Selbstschutz geachtet. Das beginnt schon bei der Anzahl der benötigten Einsatzkräfte. Hierfür wurden Maßnahmen getroffen, um wirklich nur die erforderlichen Personen in den Dienst zu stellen. Innerhalb der Gemeinde Asten versuchen die beiden Feuerwehren (Asten und Raffelstetten) die Einsätze möglichst getrennt abzuwickeln – damit es zu keinen Verschleppungen unter den Feuerwehren kommt. Dadurch soll erreicht werden, dass es im schlimmsten Fall, sollte eine Feuerwehr „krankheitsbedingt“ den Dienst vorübergehend einstellen müssen, noch immer eine weitere „Autarke Wehr“ gibt. „In unseren Reihen befinden sich auch einige, welche im Beruf oder bei anderen Organisationen als 'notwendig für die Sicherheit' erachtet wurden, wie Berufsfeuerwehrmann, Polizei, Rettungsdienst und Personenverkehr, und daher derzeit nicht oder nur bedingt bei der freiwilligen Feuerwehr einsatzfähig sind“, sagt Feuerwehrkommandant von Asten Michael Gumpesberger.
Wichtiger Hinweis
Im Notfall eine der Notrufnummern wählen: Feuerwehr 122, Polizei 133, Rettung 144.
„Kommen Sie auf keinen Fall direkt zum Feuerwehrhaus. Kleinsteinsätze können Sie bei der Landeswarnzentrale unter 0732/770 122 melden. Diese übernimmt dann im Anlassfall die Verständigung. Sie werden ersucht, sich derzeit nur mit wirklich dringenden Anliegen an die Feuerwehr zu wenden“, so Gumpesberger.
Vollversammlung abgesagt
Von den Absagen betroffen war auch die Mitgliedervollversammlung. Neben den Rechenschaftsberichten der Verantwortungsträger wäre hierbei auch auf das vergangene Arbeitsjahr zurückgeblickt worden. 2019 bewältigte die Feuerwehr Asten 132 Einsätze - davon 35 Brandeinsätze und 97 technische Hilfeleistungen - mit einem Personalstand von 95 Mitgliedern (Jugend 16, Aktiv 72, Reserve 7).
Neue Mitglieder sind immer willkommen
Möglicherweise findet sich im Zuge des momentan spürbaren Zusammenhalts in der Bevölkerung auch das eine oder andere dringend benötigte Mitglied für die Feuerwehr. Interessenten sind herzlich willkommen und werden ersucht sich mit Kommandant Michael Gumpesberger unter 0650/66 32 122 in Verbindung zu treten.


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