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ASTEN. Wie andere öffentliche Plätze ist auch der Friedhof in Asten derzeit aufgrund der Corona-Krise gesperrt. NEOS-Gemeinderat Thomas Madler kann dies nicht nachvollziehen.

Verstorbene am Astener Friedhof zu besuchen ist derzeit nicht möglich. Foto: Thomas Madler
Verstorbene am Astener Friedhof zu besuchen ist derzeit nicht möglich. Foto: Thomas Madler

„Ich unterstütze die Maßnahmen der Bundesregierung und deren Umsetzung bis auf die Gemeindeebene. Die Schließung von Friedhöfen schießt für mich aber über das Ziel hinaus“, kritisiert Madler, der seinen verstorbenen Vater nun nicht am Friedhof besuchen kann. Vor allem für ältere Menschen seien die aktuelle Situation und das Fehlen sozialer Kontakte ohnehin schwierig genug. Daher, so Madler, sollten sie zumindest verstorbene Familienangehörige und Bekannte besuchen dürfen.

Bereits ein Corona-Kranker

Bürgermeister Karl Kollingbaum (SPÖ) möchte jedoch keine Kompromisse eingehen - besonders in Hinblick darauf, dass Friedhöfe gern von älteren Menschen, die der Hochrisikogruppe angehören, besucht werden. „Im Pandemiegesetz ist klar geregelt, dass öffentliche Plätze zu schließen sind. Wer das nicht einhält, hat nicht verstanden, dass wir uns in einer Phase befinden, die für manche eine große Gefahr und sogar den Tod bedeuten können. Einen Corona-Erkrankten gibt es bereits in Asten. Das ist einer zu viel“, so Kollingbaum.


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