Extremsportler Rainer Predl: "Der härteste Lauf meines Lebens"
ASTEN. Mit großen Erwartungen startete der Extremsportler Rainer Predl anfang Juli seinen 48-Stunden-Lauf im Frunpark Asten bei Linz.

Er ging mit dem Ziel ins Rennen, den österreichischen Rekord von Andreas Michalitz von 375 Kilometer zu brechen. Bei sehr hohen Temperaturen spulte der 26-Jährige aus Lassee eine Runde nach der anderen zu jeweils 1.192,05 Meter ab. Das Wetter war trotz der Hitze ganz nach dem Geschmack von Rainer Predl, der es gerne heiß hat. Aber nicht das Wetter, sondern sein Knie (Predl brach sich im Vorjahr die Kniescheibe) entpuppte sich nach nur 15 Kilometern als großer Spielverderber. „Die Schmerzen bereits in der Anfangsphase eines so langen Laufes haben mich echt auf Trab gehalten. Ich kannte das bis dato nicht und musste somit von Beginn an kämpfen. Und so habe ich bereits nach 30 Kilometer ernsthaft ans Aufhören gedacht“, so Rainer Predl über seine Startschwierigkeiten.
Wechselbad der Gefühle
Doch wer Rainer Predl kennt, weiß, dass der Extremsportler hart im Nehmen ist und nicht so schnell aufgibt. Am Freitag stiegen die Temperaturen nochmals an und verlangten dem Sportartikelfachmann alles ab - Verbrennungen zweiten Grades nahm Predl als „Andenken“ an seinen Rekordversuch mit. Tags darauf schlug das Wetter dann ein wenig um und bescherten dem Extremsportler Regenschauer. Ebenso wie das Wetter war der 48-Stunden-Lauf auch für Predl ein Wechselbad der Gefühle. „Ich hatte echt sehr bockige Phasen, weshalb ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei meinem Betreuerteam bedanken möchte, das mich auch in den grimmigen Stunden ertragen und mich weiter gepusht hat“, ist Predl dankbar für den tollen Support. Nach 48 Stunden hatte der 26-Jährige 274 Runden und somit 326,608 Kilometer abgespult. Den anvisierten Rekord von 375 Kilometer erreichte Predl zwar nicht, er verbesserte aber immerhin seinen persönlichen von 279 Kilometern um fast 50 Kilometer.


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