Touristischer Höhenflug mit Herausforderungen

Hans Promberger Hans Promberger, Tips Redaktion, 23.12.2017 08:43 Uhr

BAD GOISERN. Mit 876.000 Nächtigungen schließt die Tourismusregion Dachstein Salzkammergut erneut ein gutes Jahr mit einem Wachstum von 15 Prozent ab. Für Tourismusdirektorin Pamela Binder ist dies bei aller Freude auch Anlass, sich für 2018 einige Herausforderungen vorzunehmen. Infrastruktur, Mobilität, Fachkräfte in der Hotellerie und Gastronomie sowie Digitalisierung sind die Kernthemen.

Über das Gästewachstum kann sich die Tourismusregion Dachstein Salzkammergut in den letzten Jahren wahrlich nicht beschweren. Auf rund 12.000 Einwohner kamen im Inneren Salzkammergut 2016/17 rund 876.000 Nächtigungen, dazu mehr als 800.000 Tagesgäste – vor allem zum Besuch der Ausflugsziele, zum Wandern, Biken, Skifahren und zu den zahlreichen Kulturveranstaltungen.

Betriebe investieren wieder Millionen

Entsprechend positiv ist das Investitionsklima. Nach dem Leading Family Resort Dachsteinkönig eröffnete Mitte Dezember das neue COEE alpin Hotel und das Ferienresort Obertraun erweitert um weitere 200 Betten. Mehr als neun Millionen Euro haben allein die privat geführten Hotels und Gastronomiebetriebe in den letzten beiden Jahren in ihre Betriebe investiert. „Das ist die eine Seite der Medaille, aber bei allen Höhenflügen werden wir uns 2018 mit der anderen Seite befassen und dafür auch Geld in die Hand nehmen müssen“, ist Tourismusverband Dachstein Salzkammergut Geschäftsführerin Pamela Binder überzeugt.

Teure Infrastruktur, fehlende Fachkräfte

Ganz konkret stehen die Themen Infrastruktur, Mobilität, Personalmangel und Digitalisierung auf der Agenda. Dafür will man ein näheres Zusammenrücken der Welterbeorte und deren Betriebe erreichen. Denn während alle Tourismusbetriebe der Region maßgeblich von den Infrastruktur-Einrichtungen wie Wanderwege, Bike-Strecken oder Langlaufloipen profitieren, übersteigen deren Kosten zunehmend die finanziellen Möglichkeiten der Orte. Eine stärkere Beteiligung des Tourismusverbandes an der Erhaltung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur ist für 2018 bereits vereinbart. „Evergreens sind die Klettersteige, wir investieren aber auch einiges in die Beschilderungen der Bikestrecken, Wanderrouten und Langlaufloipen“, so Peter Scheutz, Obmann des Tourismusverbandes Dachstein Salzkammergut.

Zusammenarbeiten will man auch in den Bereichen Mobilität und Personal. „Der Tourismus beschert uns Beschäftigung und Wertschöpfung, aber die Tourismusbetriebe suchen händeringend nach Fachkräften. Fragen wie Personenverkehr und Wohnmöglichkeiten spielen da eine wichtige Rolle“, so Binder. Große Fortschritte kann das Dachstein Salzkammergut bereits im Digitalisierungsprozess vorweisen. Mit der neuen Online Vermieterakademie und unzähligen Workshop-Angeboten haben die regionalen Betriebe alle Chancen, „eFit“ in die Zukunft zu gehen.

Tagesgäste und Einwohner profitieren vom Tourismus

Der Balance-Akt zwischen „schützen und nützen“ begleitet die Welterberegion auch weiterhin, ebenso wie Diskussionen über Lebensqualität, Gäste-Frequenz an Knotenpunkten oder Schlechtwetter-Programme. All das kann laut Binder über die unbestrittenen Vorteile jedoch nicht hinwegtäuschen: perfekte Wanderwege, präparierte Pisten, Nahversorger, Dienstleister und Arbeitsplätze. Allein für die Skisaison 2017/18 wurden rund 8000 Saisonpässe im vergünstigen Frühverkauf erworben. Jeder Bewohner im Inneren Salzkammergut hat übrigens auch Anspruch auf eine Gratis-Salzkammergut-Card, die 21 Tage pro Jahr zum vergünstigten Eintritt bei zahlreichen Partnerbetrieben berechtigt.

 

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