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BAD HALL. Happy End für einen langzeitarbeitslosen Bad Haller: Nachdem er zum „Tag der Arbeitslosen“ mit seinem Schicksal an die Öffentlichkeit gegangen war, bekam er jetzt die lang ersehnte Anstellung.

Von links: AMS-Chef Hubert Heindl, Evelyne Iraschek, Franz Praher und Peter Wagner
Von links: AMS-Chef Hubert Heindl, Evelyne Iraschek, Franz Praher und Peter Wagner

Rückblende: Im April haben 17 Sozialorganisationen den „Tag der Arbeitslosen“ in Steyr organisiert. Zuvor wurde bei einer Pressekonferenz der Aktionstag beworben. Mit dabei bei diesem Pressetermin: Franz Praher aus Bad Hall, der nach einer Bandscheiben-Operation seit 14 Jahren arbeitslos war und in einem Volkshilfe-Projekt für den Wiedereinstieg ins Berufsleben vorbereitet wurde.

Unzählige Absagen

Praher schilderte sein bewegendes Schicksal, die unzähligen Absagen auf Bewerbungen und die Verzweiflung nach so langer Arbeitslosigkeit. Berührt von Prahers Aussagen, entschloss sich die Firma Steinkorbsystem in Mühlgrub in der Gemeinde Pfarrkirchen bei Bad Hall, dem 53-Jährigen eine Chance zu geben und ihn anzustellen. „Ich bin froh, dass wir einem Menschen, der sich schon fast aufgegeben hatte, eine Chance geben konnten“, sagt Gerald Iraschek, Geschäftsführer der Firma. Überglücklich ist auch Franz Praher. „Vielleicht kann ich jetzt doch noch bis zur Pension eine sinnvolle Arbeit verrichten“, sagt der Bad Haller.

„Nicht entmutigen lassen“

Peter Wagner, Sozialarbeiter bei der Volkshilfe Arbeitswelt in Steyr, wo Praher betreut wurde, freut sich über dieses Beinahe-Wunder nach 14 Jahren Arbeitslosigkeit: „In diesem Fall hat vieles zusammengepasst. Herr Praher hat sich trotz unzähliger Absagen nicht entmutigen lassen, die Zusammenarbeit mit dem AMS Steyr, das in solchen Fällen Förderungen gewährt, hat bestens funktioniert und wir sind auf einen Firmenchef getroffen, der Verständnis und Herz hat.“

Pro Jahr arbeiten rund 500 Erwachsene, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind, in einem sozialökonomischen Betrieb der Volkshilfe Arbeitswelt in Oberösterreich oder nehmen an einem Qualifizierungskurs teil. Insgesamt haben bisher mehr als 6000 Menschen dank dieser Projekte wieder einen Arbeitsplatz gefunden.


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