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BAD ISCHL. Die Bad Ischlerin Sandra Chinnery lebt mit ihrer Familie in Kathmandu. Das Erdbeben und dessen Folgen erlebt die 43jährige Krankenschwester hautnah.

Sandra und James Chinnery leben mit ihren Kindern David (13), Tom (11), Katie (7) und Sam (3) in Kathmandu. Das Bild stammt aus der Zeit vor dem Erdbeben.
„Wir wohnen im dritten Stock eines Hauses in Kathmandu. Beim Erdbeben hat das Haus geschwankt wie ein Schiff bei starkem Seegang. Es war Mittagszeit, wir waren alle zu Hause“, so beschreibt sie die Ereignisse. Sandra Chinnery (geborene Bauer) ist mit dem Engländer James Chinnery verheiratete. Kennengelernt haben sich die beiden während der Ausbildung auf der Bibelschule „All Nations College“ in England, wo sich beide auf ihren Auslandseinsatz vorbereiten. Als junges Ehepaar reisten sie im Jahr 2000 nach Nepal, wo sie seither ihren Lebensmittelpunkt haben. Die vier Kinder es Ehepaars kam in dieser Zeit zur Welt. David (13), Tom (11), Katie (7) besuchen eine Internationale Schule in Kathmandu, Sam (3) geht in den Kindergarten. Als Familie bewegen sie sich in drei Sprachen – Deutsch, Englisch, Nepali. Ihr Alltag und ihr Leben ist von großer Flexibilität geprägt – und von ihrem christlichen Glauben. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Familie Chinnery jetzt Mitten im Erdbebengebiet bleibt und bleiben kann. „Dankbar, dass wir als Familie während des Bebens zusammen waren“Das Erdbeben  hat die Familie körperlich unbeschadet überstanden, aber wie geht man mit der psychischen Belastung einer solchen Ausnahmesituation um? „Wir sind dankbar, dass wir als Familie zusammen waren während des Bebens. Das war ja in den Wochen vor dem Erdbeben nicht selbstverständlich“, berichtet Sandra Chinnery. Sie selbst war erst zwei Tage vor dem Beben von einem zehntägigen medizinischen Einsatz zurück gekehrt . Auch ihr Mann James ist beruflich immer wieder im Land unterwegs. Er ist in leitender Position in der Hilfsorganisation „International Nepal Fellowship“ (INF), bei der beide arbeiten. Die Tage nach dem Beben haben sich die Mitarbeiter von INF gegenseitig gestützt.  Viele von ihnen waren, so wie Familie Chinnery, auf dem Sportplatz einer Schule untergebracht. Man versuchte gemeinsam, mit den Kindern die Ungewissheit durchzustehen, spielte, sang, betete gemeinsam, erledigte aber auch erste Aufräumarbeiten gemeinsam. James Chinnery war indessen gefordert, bei der Koordination der die ersten Hilfsmaßnahmen von INF mitzuarbeiten. Immer wieder NachbebenSeit ein paar Tagen ist die Familie wieder zurück in ihrer Wohnung. Ein mulmiges Gefühl – aber man versucht, wieder in einen Alltag zurück zu finden: „Es geht uns gut. Wir haben diese Nacht zum ersten Mal wieder in der eigenen Wohnung verbracht. Sehr gut schläft man da allerdings nicht, und morgens sind wir durch erneuten Bebenalarm (wegen Nachbeben) geweckt worden. Zumindest nimmt die Intensität der Nachbeben nun etwas ab. Strom/Internet ist in unserem Wohnviertel erstaunlicherweise zeitweise vorhanden. Wasser auch etwas, aber ob dieses Wasser in Trinkwasser umgewandelt werden kann? Wir trinken vorerst besser abgekochtes bzw. jodiertes Regenwasser. Möglicherweise kann die internationale Schule unserer Kinder naechste Woche wieder in Betrieb genommen werden (nur eine Mauer ist umgefallen, da haben wir auch schon Ziegeln geschleppt). Es wäre für uns und unsere Kinder jedenfalls eine Stütze, wenn die Schule wieder laufen würde. So etwas gibt dem Leben einen Hauch von Normalität“, so Chinnery per E-Mail. „Danke für all eure Gebete“, so schließt Sandra Chinnery ihren Bericht. Spenden für die Erdbebenhilfe von INF sind möglich über den Verein „Hilfe die ankommt“: Projektkennwort: „HILFE FÜR NEPAL“ Bank Austria UniCreditGroup Wien IBAN: AT66 1200 0516 0720 0373 BIC / SWIFT: BKAUATWW  

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