Gesicht von Ischler Sozialarbeiterin ziert T-Shirt von "Toten Hosen"-Sänger Campino
BAD ISCHL. Ruzica Milicevic hätte sich sicher nicht träumen lassen, einmal von „Toten Hosen“-Sänger Campinos Brust zu lachen. Die Ischlerin ist eines der Gesichter der österreichweiten Volkshilfe-Kampagne „Sei eine starke Stimme“.

Die Aktion möchte darauf aufmerksam machen, dass die soziale Gerechtigkeit in Österreich stetig abnimmt und fordert die Menschen dazu auf, ihre Stimme gegen Ungleichheit und Ausgrenzung zu erheben. Milicevic ist eine jener drei Stimmen, die stellvertretend für viele Österreicherinnen und Österreicher sprechen sollen.
Einsatz für ein würdevolles Zusammenleben
Selbst 1992 vor dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien geflüchtet, engagierte sie sich sofort in der Flüchtlingshilfe als ehrenamtliche Dolmetscherin. Bis heute ist sie bei der Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung im Einsatz. Als Prozessbegleiterin für Gemeinden, Regelsysteme und Ehrenamtliche versucht sie indirekt das Leben geflüchteten Menschen zu verbessern. Außerdem engagiert sich die Sozialarbeiterin im interreligiösen Dialog, ermutigt Frauen mit und ohne Kopftuch ihre Stimme zu finden und befasst sich auch in ihrer künstlerischen Arbeit mit dem Thema „Flucht und Heimat“.
Ruzicka lacht von Plakaten, Taschen und T-Shirts
Künstlerisch verarbeitet hat das Gesicht von Milicevic die US-amerikanische Graffiti-Künstlerin Jessica Sabogal, Mitorganisatorin des Women“s March in New York. Auf Plakaten, Postkarten, Einkaufstaschen und T-Shirts blickt die Bad Ischlerin selbstbewusst auf Österreich und eben auch von „Tote Hosen“-Sänger Campinos Brust, der die Aktion unterstützt.
Kampf für Menschenrechte und Solidarität
„Auch wenn es ein sehr eigenartiges Gefühl ist, sein eigenes Gesicht auf riesigen Plakatwänden zu sehen, bin ich stolz Teil dieser wichtigen Aktion zu sein. Jeder Mensch hat eine Stimme, die wir gegen Ungleichheit, für Menschenrechte, Solidarität und faire Arbeitsbedingungen erheben müssen. Nur gemeinsam können wir die Welt ein Stück verändern“, ist Milicevic überzeugt.


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