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BAD SCHALLERBACH/SCHLÜSSLBERG/WELS. Nach einem brutalen Ehestreit in Schlüßlberg wurde am Landesgericht Wels nun ein erstes Urteil gefällt.      

Im Fall des brutalen Ehestreits in Schlüßlberg mussten sich drei Familienmitglieder des 32-jährigen Hauptverdächtigen vor Gericht verantworten. Foto: Weihbold

Als der 32-jährige Mann aus Bad Schallerbach von der Affäre seiner Frau mit einem 51-jährigen aus dem Bezirk Grieskirchen Wind bekommen hatte, soll die Situation eskaliert sein. Gemeinsam mit seinem Bruder und seinem Vater soll er seinen Nebenbuhler aufgespürt und brutal mit seinem Baseball-Schläger und einer Stahlrute zugerichtet haben. Während die Männer den Liebhaber in die Falle lockten soll die Mutter die Ehefrau eingesperrt und bewacht haben.

Acht Monate Haft für Mutter

Am Montag wurde am Landesgericht Wels schließlich das erste Urteil gefällt. Während der 32-jährige Hauptverdächtige noch auf der Flucht ist, mussten sich Bruder, Vater und Mutter vor dem Richter verantworten. Alle drei zeigten sich weitgehend nicht geständig. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. Der Mutter wurde Freiheitsentziehung vorgeworfen, sie wurde am ersten Verhandlungstag zu acht Monaten Haft verurteilt, zwei davon unbedingt. Da sie diese Zeit bereits abgesessen hatte, wurde sie aus der Haft entlassen. Die Frau nahm das Urteil an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.

Im Fall der beiden angeklagten Männer, die wegen des Vorwurfes der absichtlich schweren Körperverletzung vor Gericht standen, wurde die Verhandlung auf unbestimmte Zeit vertagt. An der Stahlrute seien DNA-Spuren gefunden worden, die noch einer genaueren Untersuchung bedürfen und abgeglichen werden müssten. Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe.


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