Suche nach dem verlorenen Pilger: Zwei Escape Rooms für die Region Mühlviertler Alm
BAD ZELL/SCHÖNAU. Den Kick, durch Hirnschmalz, Zusammenhelfen und viele kreative Ideen aus einem geschlossenen Raum herauszukommen, kann man sich in Oberösterreich bereits mancherorts holen. Ab Herbst gibt es auch auf der Mühlviertler Alm zwei „Escape Rooms“. Das Besondere daran: Die Szenarien der Spiele nehmen Bezug auf die Region.

Pia Paulinec und Andreas Dobringer, die Betreiber des Segway-Angebots „Mühlviertler Alm Schweben – MAS“ haben schon länger nach einer Ergänzung für ihre Segway-Touren gesucht. Ein Gast, der nach einer Ausfahrt noch einen Linzer „Escape Room“ besuchte, war schließlich die Initialzündung für „Mühlviertler Alm Denken – MAD“. Das Angebot entsteht derzeit in mehreren Räumen hinter dem MAS-Hauptquartier in Bad Zell gegenüber dem Färberwirt.
Fluchtspiele mit regionalem Touch
Dass die gruppendynamischen „Fluchtspiele“ einen starken regionalen Touch haben werden, war von vorneherein klar. „Uns liegt viel daran, die Region und ihre Angebote unter die Leute zu bringen“, so die beiden Schönauer. Auf fertig angekaufte Spiele (alleine in Linz gibt es mehr als zehn Räume, deren Inhalt von Mord- über Kriminal- bis Weltuntergangsszenarien reicht) verzichten Pia Paulinec und Andreas Dobringer ganz bewusst. „Bei uns stehen Spiel und Spaß für die Familie im Vordergrund, wir sperren auch niemanden ein.“
Game-Designerin engagiert
Der Grundcharakter eines „Escape Rooms“, in einer gewissen Zeit (in der Regel eine Stunde) eine Lösungsmöglichkeit zu finden, bleibt natürlich erhalten. Eine Game-Designerin (Spielegestalterin) aus Berlin wurde extra engagiert, um die Fluchtspiele authentisch der Region anzupassen. „Es wird bei uns zwei Zimmer geben: Zum ersten eine Schatzsuche auf einer Ruine wie Ruttenstein oder Prandegg. Im zweiten Raum geht es darum, einen auf dem Johannesweg vermissten Pilger aufzuspüren“, beschreibt Andreas Dobringer die Szenarien, für deren Lösung die Besucher eine Stunde lang Zeit haben werden. „Unser neues Angebot ist nicht nur eine optimale Ergänzung für die Segway-Touren, sondern macht auch bei Schlechtwetter eine intensive Beschäftigung mit der Region möglich und soll die Teilnehmer animieren, später bei gutem Wetter einen Ausflug in die Region zu unternehmen“, erklärt Dobringer. Kein Wunder, dass das Projekt aus dem Leader-Fördertopf von Land, Bund und EU mit einer Quote von 40 Prozent der Investitionskosten unterstützt werden wird.
Vorfreude ist groß
Die Vorfreude auf „Mühlviertler Alm Denken –MAD“ ist nicht zuletzt dank intensiver Kommunikation in den sozialen Medien schon jetzt sehr groß. „Bei den Jugendlichen in Bad Zell sind wir jetzt schon Helden, wir werden intensiv beobachtet“, freut sich das Duo auf viele Teilnehmer. Neben Privatpersonen werden auch Unternehmen angesprochen, die unter Umständen aus der entstehenden Gruppendynamik einen großen Nutzen ziehen können. Auch Gesamtpakete mit Segway-Tour, Gastronomie und „Escape Room“ sollen geschnürt werden. Eröffnet werden beide „Escape Rooms“ voraussichtlich im Oktober 2019.


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