Kriminalstatistik 2025 zeigt: weniger Straftaten im Bezirk Braunau
BEZIRK BRAUNAU. Die Sicherheitslage im Bezirk Braunau zeigt sich weiterhin stabil, das geht aus der aktuellsten Statistik des Bezirkspolizeikommandos Braunau hervor. Die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr sei zurückgegangen, gleichzeitig habe man jedoch noch immer mit viel Cybercrime zu kämpfen.

„Die Gesamtkriminalität ist 2025 auf 3.323 Delikte gesunken. Das sind rund 400 Anzeigen weniger als im Jahr davor, also ein Rückgang um etwa zwölf Prozent“, berichtet PhilippGerner, Kriminaldienstreferent des Bezirkspolizeikommandos Braunau, im Interview mit Tips. Der Rückgang sei das Ergebnis gezielter kriminalpolizeilicher Maßnahmen, aber auch intensiver Präventionsarbeit, erklärt Gerner. Einen Schwerpunkt legt die Polizei dabei auf Jugend- und Suchtmittelkriminalität, unter anderem mit monatlichen Schwerpunktstreifen. Wichtig sei den Polizisten dabei auch, in Schulen im ganzen Bezirk präsent zu sein und schon früh präventiv über Kriminalität und ihre Folgen zu berichten.
Drei große Deliktfelder
Zu den häufigsten Deliktbereichen im Bezirk Braunau zählen Vermögensdelikte mit 1.663 Fällen im Vorjahr, gefolgt von Gewaltdelikten (678) und Suchtmitteldelikten (265).
Beobachten ließe sich jedoch ein weiterhin hohes Aufkommen an Cyber-Kriminalität und Online-Betrug. Gleichzeitig sei zu beobachten, dass klassische Einbruchsdiebstähle einen Rücklauf verzeichnen. 2025 wurden 19 Wohnhaus- und sieben Wohnungseinbrüche angezeigt, im Jahr davor waren es noch 33 beziehungsweise 13 Fälle. Darüber hinaus wurden zwölf Fälle im Bereich Widerstand gegen die Staatsgewalt, bei der unter anderem auch Beamte verletzt wurden, gemeldet. Die Zahlen zeigen zudem, dass es unverändert hauptsächlich männliche Täter gibt.
Für Aufsehen sorgten im vergangenen Jahr mehrere größere Ermittlungsverfahren, darunter die Zerschlagung eines Drogenrings mit neun Festnahmen sowie ein internationaler Kokainschmuggel-Fall. Insgesamt nahm die Polizei im Bezirk im letzten Jahr 62 Personen fest – darunter auch Verdächtige aus Deutschland, Rumänien und dem Balkanraum. Darunter befanden sich eine Festnahme nach vollendetem Mord in Neukirchen (Tips berichtete) sowie zwei nach versuchtem Mord.
Besonders erfreulich sei hingegen, dass die Aufklärungsquote mit 65,6 Prozent auch im vergangenen Jahr weiterhin auf konstant hohem Niveau gehalten werden konnte. Damit liegt der Bezirk Braunau sogar über dem Landesdurchschnitt. „Die stabile Sicherheitslage und die konstant hohe Aufklärungsquote zeigen, dass im gesamten Bezirk und über sämtliche Dienststellen hinweg professionell gearbeitet und laufend auf aktuelle Entwicklungen reagiert wird“, berichtet der 35-Jährige abschließend.


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