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Nach 20 Jahren wird "Die Suche Nach der Stillen Nacht" umgeschrieben

Sabrina Kastenauer, 16.04.2026 06:00

HOCHBURG-ACH/HALSBACH. Vor 20 Jahren schrieb Martin Winklbauer das Historienspiel „Die Suche nach der Stillen Nacht“ für die Gemeinde Hochburg-Ach, dem Geburtsort des Stille Nacht-Komponisten Franz Xaver Gruber. Tips sprach mit dem Halsbacher Autor über den anhaltenden Erfolg des Stückes und seine Absicht, heuer einige Szenen umzuschreiben.

  1 / 2   „Die Suche nach der Stillen Nacht“ erzählt nicht nur von den Anfängen des weltberühmten Weihnachtsliedes, sondern auch die bewegende Geschichte des in Hochburg geborenen Komponisten Franz Xaver Gruber. (Foto: FXG Gemeinschaft)

Tips: Wie hat alles mit dem Historienspiel „Die Suche nach der Stillen Nacht“ begonnen?

Martin Winklbauer: Der damalige Bürgermeister von Hochburg-Ach, Karl Lugmayr, sowie weitere Verantwortliche der Gemeinde nahmen Kontakt mit mir auf, um ihr Anliegen zu präsentieren. Ein Historienspiel über die Person F. X. Gruber, einem Sohn der Gemeinde. Nach fruchtbaren Vorgesprächen nahm die Geschichte ihren Lauf und meine persönliche Suche nach der Stillen Nacht.

Tips: Hätten Sie damals gedacht, dass das Stück über 20 Jahre hinweg Bestand haben würde, und warum?

Winklbauer: Damals hab ich es nicht für möglich gehalten. 20 Jahre, beinahe eine Generation! Die Geschichte hat mich eines Besseren belehrt.

Jetzt, im Blick zurück, wird es eher verständlich. Hier wirken einige wichtige Faktoren zusammen: Die Authentizität und die Kraft des Ortes. In der Kirche – am Taufstein. Die Geschichte eines Liedes, welches die Welt bewegt. Die Sehnsucht der Menschen in der Gegenwart nach Frieden ... und auch nach Gott. Menschen mit ganz viel Herzblut und Engagement: Schauspieler, die Vorstandschaft der F. X. Gruber Gemeinschaft. Allen voran Gerhard Haring. Und dann vielleicht ein Stück, dass dies alles ein wenig zusammenführt.

Tips: Warum haben Sie sich gerade jetzt entschieden, Szenen umzuschreiben? Und was wird sich genau verändern?

Winklbauer: Nach längerer Pause habe ich im letzten Jahr wieder eine Aufführung besucht. So richtig als Besucher! Ich bin Veranstalter der Halsbacher Waldweihnacht und in dieser vorweihnachtlichen Zeit sehr eingespannt. Bei diesem Besuch sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die schauspielerisch gut gelöst wurden, aber szenisch noch Luft nach oben haben.

Was sich genau verändern wird, kann ich jetzt noch nicht sagen, da auch das Umschreiben wie das Schreiben der Urfassung ein Prozess ist.

Tips: Gibt es Szenen, die Sie niemals umschreiben würden?

Winlkbauer:Tabu gibt's keines!

Tips:Welche Bedeutung hat die Geschichte von Stille Nacht noch – gerade in unserer schnelllebigen Zeit?

Winklbauer: Es ist ein Friedenslied! Diese Melodie von F. X. Gruber wird in über 300 Sprachen gesungen. Gerade in unserer Zeit, in der Machthaber die Völker wieder gegeneinander aufhetzen. Wo im Mutterland der Demokratie rein die Abstammung als Straftat gewertet werden kann. In einer Zeit, in der bewährte und geltende Werte sich auflösen, da sehnt sich der Mensch nach Beständigem.

Das Lied „Stille Nacht“ vermittelt dies. Wie es in der vierten Strophe heißt: 'Stille Nacht! Heil'ge Nacht! Wo sich heut alle Macht Väterlicher Liebe ergoß. Und als Bruder Huldvoll umschloß. Jesus die Völker der Welt. Jesus die Völker der Welt.' Und in der fünften Strophe heißt es: '... Aller Welt Schonung verhieß!'

Tips: Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Stücks?

Winklbauer:Weitere 20 Jahre! Ja, und dass viele Menschen sich berühren lassen.


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