Attacke mit Schneestange - Vier Männer vor Gericht
Braunau/Ried. Mehrere junge Männer sollen im Winter vergangenen Jahres vor einer Discothek im Bezirk Braunau an eine andere Gruppe aus Salzburg geraten sein und dabei nicht nur ihre Fäuste sprechen lassen haben. Vier der Verdächtigen mussten sich nun wegen schwerer Körperverletzung vor dem Landesgericht Ried verantworten.

Angeblich seien der Schlägerei mehrere Sticheleien und Schubsereien in der Disco vorausgegangen. Vor der Lokalität soll die Auseinandersetzung dann eskaliert sein. Zwei der Angeklagten bekennen sich nicht schuldig. Dem Hauptangeklagten wird vorgeworfen eine Schneestange ausgerissen und damit auf einen anderen Mann losgegangen zu sein. Ein anderer hätte ein Verkehrsschild aus der Verankerung gehoben und ein paar Meter mitgenommen. Dann war es dem Mann aber zu „unhandlich“, so dass er es wieder wegwarf. Auf die Frage, ob er mit dem Schild jemanden angreifen wollte, meint dieser: „Nein, warum soll ich mit einem Verkehrsschild jemanden schlagen?“. Einen Mann aus Salzburg soll einer der Angeklagten gepackt und über die Leitplanke geworfen haben. Ein weiterer Salzburger wurde von einer Schneestange am Kopf getroffen.
Einschlägig vorbestraft
Bis auf einen Angeklagten sind alle Männer einschlägig vorbestraft. Vor Gericht gaben sie sich eher wortkarg, konnten sich an nicht mehr viel erinnern. Starken Alkoholkonsum gaben sie als Hauptgrund für die Taten an. Auch einige der 20 Zeugen dürften am besagten Abend zu tief ins Glas geschaut haben und „litten“ unter Erinnerungslücken.
Der Hauptangeklagte fasste eine bedingte Haft von sechs Monaten aus – seine bereits dritte Verurteilung wegen Körperverletzung.
Ein zweiter Angeklagter wird zu zwei Monaten bedingter Haft verurteilt. Ein weiterer kommt mit einer Diversion davon. Der vierte Angeklagte wird von der Richterin freigesprochen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.


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