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Braunau/Ried. Weil er laut eigenen Angaben „Geldnot im Häfen“ verspürt hatte, nutzte ein 23-Jähriger aus dem Bezirk Braunau seine Freigängerzeit in der Justizanstalt aus, um in betrügerischer Absicht Handyverträge abzuschließen. Der Mann musste sich nun vor dem Landesgericht Ried verantworten.
 

In einem Jahr muss der Mann seine Haftstrafe antreten. Foto: Wodicka
In einem Jahr muss der Mann seine Haftstrafe antreten. Foto: Wodicka

Mit falschem Namen, gefälschtem Ausweis und Kontonummern schloss der Mann auf Internetseiten der Mobilfunkanbieter zwei Verträge mit einer hohen Grundgebühr ab um an ein, mit dem Vertrag verbundenes, kostenloses Mobiltelefon zu kommen. Eines davon versuchte er weiterzuverkaufen um sich so Geld zu beschaffen. Als Grund für seine Geldnot gibt er an, dass er in dieser Zeit viel gespielt hatte und den Großteil seiner Freigängerzeit in einem Casino verbrachte. „Das Casino war wie ein Magnet, der einen hinzieht“, schildert der Angeklagte, der sich zu den Vorwürfen geständig zeigt. „Jetzt habe ich aber aufgehört“, beteuert der Mann. Erst im Februar war der 23-Jährige aus einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe wegen gewerbsmäßigen Einbruchdiebstählen entlassen worden. Insgesamt ist bei den Delikten ein Schaden von 2600 Euro entstanden. Der Mann wurde wegen gewerbsmäßigen, betrügerischem Datenverarbeitungsmissbrauch zu weiteren neun Monaten Haft verurteilt. Der Richter gewährt ihm allerdings einen einjährigen Haftaufschub, da der Angeklagte aktuell einer fixen Arbeit nachgeht und so den entstandenen Schaden schneller begleichen könne. Auch könne er sich laut dem Richter in dieser Zeit weitere Milderungsgründe erarbeiten. „Sie machen ja eigentlich keinen schlechten Eindruck auf mich“, meint dieser. Das Urteil ist rechtskräftig.


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