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BRAUNAU. Um die Bezirksvereine zu entlasten und aus wirtschaftlichen Gründen strukturiert sich die Volkshilfe Oberösterreich neu. Dadurch sind die Bezirksvereine nicht mehr am operativen Geschäft beteiligt und wollen sich wieder mehr auf sozialpolitische Themen konzentrieren.

Foto: Volkshilfe
Foto: Volkshilfe

Bisher waren die elf Bezirksvereine der Volkshilfe in Oberösterreich – auch jener in Braunau – eigenständig verantwortlich für die mobilen Dienste in der Altenbetreuung. Diese Dienste sind nun, ebenso wie die drei anderen Hauptbereiche Flüchtlingsbetreuung, Arbeit und Menschen mit Beeinträchtigung, in einer GmbH gebündelt. Die zentrale Verwaltung spare nicht nur Kosten, sondern wichtige Aufgaben wie Personalauswahl könnten hier besser strukturiert und professionalisiert werden, berichtet der neue Bezirkskoordinator Jürgen Pouget. Neben Braunau bildet er künftig auch für die Bezirksvereine Eferding-Grieskirchen, Ried, Vöcklabruck, Wels-Kirchdorf und das Salzkammergut ein Verbindungsglied zu den GmbHs. Für die Kunden ändere sich jedoch nichts, die eigentliche Dienstleistung bleibt direkt vor Ort. Alle Fäden in der Region laufen künftig direkt bei Stützpunktbeauftragten Lydia Brunthaler zusammen.

Mit der neuen Organisationsstruktur haben die Bezirksvereine die Möglichkeit, ihr Engagement zu verstärken und werden zum sozialpolitischen Rückgrat der Volkshilfe. „Es gibt viele Themen, bei denen die Volkshilfe schon in den vergangenen Jahren nicht geschwiegen hat und auch auf die Straße gegangen ist“, erklärt Braunaus Vorstandsvorsitzender Günter Pointner, „zum Beispiel bei den Themen Armut, Mindestsicherung oder Arbeitslosigkeit.“ Mit Aktionen und Infoveranstaltungen sollen Missstände noch deutlicher sichtbar gemacht werden.


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