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BEZIRK BRAUNAU. Mit Jahresbeginn 2017 ist der gemeindemäßig zweitgrößte Bezirk von Oberösterreich, der Bezirk Braunau, nicht nur einziger Themenbezirk Österreichs, sondern auch der einzige mit einem Bezirkssymbol.

Von links: Hans Scharf, Franz Weinberger, Bezirkshauptmann Georg Wojak, Erich Rippl und Bürgermeistersprecher Franz Zehentner

Das Logo für den Friedensbezirk Braunau wurde von dem Aspacher Grafiker Armin Fellner entworfen. „Es zeigt die paradiesähnliche Schönheit unserer Innviertler Landschaft und die Kreativität und den Talentereichtum unserer Menschen, symbolisiert durch eine Skulptur des bedeutenden Bildhauers Manfred Daringer“, beschreibt Bezirkshauptmann Georg Wojak.

Friedensbezirk

Mit Beiträgen in allen Gemeinden will sich der Friedensbezirk mit dem Thema Frieden positiv in Szene setzen. Das Bezirkssymbol soll nun an kommunalen Bauten angebracht werden. Bürgermeistersprecher Franz Zehentner ergänzt dazu: „Acht Jahre läuft dieses Friedensbezirk-Projekt bereits sehr erfolgreich von Auerbach bis Weng. Wir Bürgermeister sind sehr froh, dass wir auf diesen Zug aufgesprungen sind, weil wir als Bezirk jetzt ein Alleinstellungsmerkmal haben.“


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Andreas Maislinger
Andreas Maislinger
06.08.2019 00:43

"Friedensbezirk" Braunau erinnert an "Friedensstaat" DDR

Auch in der DDR haben sich die Kommunisten als "Friedensstaat" definiert. Darauf habe ich ohne Erfolg versucht, Georg Wojak anzusprechen. Aber wie in einer Einparteienherrschaft war bei ihm kein Meinungsaustausch erlaubt. Es musste alles so geschehen, wie von ihm angeordnet. Der Friedensbezirk wurde nicht in einer Versammlung der 46 BürgermeisterInnen gemeinsam beschlossen, sondern durch die Aufstellung der Tafeln an den Grenzen des politischen Bezirks Braunau am Inn von ihm als Bezirkshauptmann dekretiert. Immer wieder wurde seit 2008 über die von Georg Wojak initiierten Friedenssymbole berichtet und der Bezirkshauptmann hat auch immer wieder behauptet, dass dadurch das Hitler-Image beseitigt worden wäre. Leider ist jedoch geradezu das Gegenteil der Fall! Die Stigmatisierung der Stadt Braunau am Inn hat weltweit sogar noch zugenommen. Dafür kann ich auf Wunsch eine Reihe von Belegen liefern. Der von Georg Wojak ausgerufene Friedensbezirk Braunau kann weltweit gegen das Hitler-Image auch keine Wirkung erzielen, weil es nicht einmal eine englische Übersetzung dafür gibt. Von Französisch, Russisch, Spanisch und anderen Weltsprachen gar nicht zu reden. Die Wirkung seines von oben dekretierten Projektes war immer auf seinen Bezirk und einige Nachbargemeinden beschränkt. Seine Aussage "Der Hitler hat hier maximal seine Windeln gefüllt" vom September 2012 hat jedoch seither auch überregional Aufsehen erregt und zum Negativimage der Stadt Braunau am Inn beigetragen. Der Bezirkshauptmann wurde wegen seines unüberlegten Sagers immer wieder als "unsensibel" bezeichnet.


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