Kirchenaustritte im Land leicht rückläufig, im Bezirk leicht gestiegen
BEZIRK BRAUNAU. Seit Jahren kämpft die katholische Kirche Oberösterreich mit sinkenden Mitgliederzahlen. Doch zumindest die Zahl der Austritte scheint leicht rückläufig zu sein. Im Bezirk Braunau hingegen stieg sie erneut an.

Insgesamt 965.950 der rund 1,5 Millionen Menschen in Oberösterreich gehörten mit Stichtag 31. Dezember 2016 der katholischen Kirche an. Das sind um 8071 weniger als es noch 2015 waren. Dennoch: Die Zahl der Kirchenaustritte ist landesweit gesehen leicht rückläufig. Im Jahr 2016 traten 9236 Personen aus der Katholischen Kirche Oberösterreich aus, im Jahr davor waren es noch 9683 Personen. Auch sind mit 904 um 79 Personen mehr wieder oder neu eingetreten als 2015.
Wilhelm Vieböck, Pastoralamtsdirektor der Diözese Linz, bedauert die hohe Austrittszahl. Dass diese jedoch leicht rückläufig ist, stimmt ihn vorsichtig optimistisch: „Und das in einem turbulenten Jahr 2016 mit Herausforderungen wie Flüchtlingsthematik oder Lagerbildung im langen Bundespräsidenten-Wahlkampf.“
Auch in den Pfarrgemeinden des Bezirks Braunau ging die Zahl der Katholiken um 368 auf 61.488 zurück – passend zur höheren Zahl der Kirchenaustritte. Diese stieg mit 475 Personen im Vergleich zu 2015 mit 463 Austritten leicht an. Wieder oder neu eingetreten sind 39 Personen, drei weniger als im Jahr zuvor.
Evangelische Kirche konstant
In den evangelischen Pfarrgemeinden im Bezirk Braunau und Mattighofen bleiben die Mitgliedszahlen seit Jahren relativ konstant, auch wenn ein leichter Rückgang zu verbuchen ist. Im Vergleich zu 2015 sank die Zahl im letzten Jahr um 24 auf 2127. In Braunau traten 13 Personen und in Mattighofen 12 Personen aus der Kirche aus. In beiden Pfarren kamen jeweils drei neue Mitglieder hinzu. Aber natürlich spielt auch das Verhältnis von Taufen und Beerdigungen sowie Zu- und Wegzüge bei der Mitgliederentwicklung eine Rolle.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden