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Hündin mit Futter und Pass in Braunau ausgesetzt - Update: Knochenbruch festgestellt

Sabrina Reiter, 12.03.2019 10:18

LOCHEN/BRAUNAU. Die Pfotenhilfe Lochen dachte zunächst an einen verspäteten Faschingsscherz, als die Polizei am Abend des Aschermittwoch anrief. Doch leider stellte es sich als wahr heraus: Ein American Staffordhire Terrier wurde im Braunauer Stadtgebiet angebunden aufgefunden - samt Pass und etwas Futter.

Foto: Pfotenhilfe
Foto: Pfotenhilfe

Die Polizei fand am Aschermittwoch einen American Staffordhire Terrier angebunden im Braunauer Stadtgebiet auf. Daneben fanden sie dessen Pass und etwas Futter. Die Pfotenhilfe Lochen nahm den Hund nun bei sich auf.

Skurrile Anfrage aus Bayern

Geschäftsführerin Johanna Stadler erinnerte sich bei der Übergabe an eine skurrile Anfrage aus Bayern mit Fotos am Vormittag des selben Tages, nachdem genau dieser Hund sofort einen neuen Platz brauche, da ihn der ursprüngliche Halter sonst erschieße. „Ich war skeptisch und bot erst an, über soziale Medien bei der Vermittlung zu helfen, doch das wurde abgelehnt“, erklärt Stadler. Sie weiß: „Hunde dieser Rasse dürfen in Bayern nicht gehalten werden und zudem ergab ein Blick in den Pass, dass nicht einmal der für den Grenzübertritt erforderliche Tollwutschutz gegeben ist.“

Ermittlungen wegen Tierquälerei

Die Suche nach dem Halter könnte ein Chip erleichtern, den das Tier in sich trägt. Zwar ist dieser noch auf den Züchter registriert, doch über diesen kann der Weg der Hündin nachvollzogen werden. Die Polizei ermittelt nun jedenfalls wegen Tierquälerei mit einem Strafrahmen von bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe.

Hinweise erbeten

Die Pfotenhilfe Lochen ist für Hinweise zu dem dubiosen Fall dankbar, die unter 0677/61425226 oder info@pfotenhilfe.at - auch anonym- abgegeben werden können.

Update: Knochenbruch festgestellt

Die Hündin wurde am Donnerstag, 14. März, in der Tierklinik Altheim untersucht, da sie ein unregelmäßiges Gangbild aufweist. Auf dem Röntgenbild sieht man eine bereits mehrere Wochen alte, unbehandelte Fraktur des linken Oberschenkels. Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler: „Ein gebrochener Oberschenkel ohne sonstige Verletzungen deutet nicht etwa auf einen Autounfall, sondern viel eher auf eine rohe Misshandlung hin - neben dem Aussetzen ein weiteres strafrechtliches Tierquälerei-Delikt. Dass der Bruch dann auch noch unbehandelt blieb und zumindest über Wochen schwere Schmerzen verursacht haben muss, zeugt von besonderer Rohheit des Täters.“


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