HTL-Absolvent engagiert sich nach Zivildienst weiterhin in Uganda
BRAUNAU/UGANDA. HTL-Absolvent Jakob Pichler hat in Uganda seinen einjährigen Zivildienst abgeleistet. Auch danach engagiert er sich in Afrika und startete bereits neue Projekte, denn die Verbindung nach Uganda ist für ihn eine Herzensangelegenheit.

Von September 2017 bis August 2018 absolvierte der HTL-Absolvent Jakob Pichler seinen Zivildienst in Uganda. Dabei arbeitete der 21-Jährige sowohl im Waisenheim „St. Claire“ als auch in der Partner-Schule der HTL Braunau, der „Brother Konrad School“ in Lira, und war dabei insbesondere beim Aufbau im Elektrizitäts- und EDV-Bereich beteiligt. Nachdem er anschließend ein Elektrotechnik-Studium an der TU Wien begonnen hatte, nutzte er im vergangenen Jahr die Sommerferien, um erneut nach Uganda zu reisen und vor Ort zu helfen und Kontakte zu knüpfen. „Nach meiner Rückkehr aus Uganda habe ich nicht nur Freunde, sondern in meinen Augen auch Familie in Uganda gelassen. Das ist der Hauptgrund, warum mir das Land und die Menschen so wichtig sind. Neben den Menschen, die extrem offen, herzlich und gastfreundlich sind, hat das Land nämlich auch noch landschaftlich und kulturell einiges zu bieten“, erzählt Pichler voller Begeisterung.
Besuch bei Hirtenvolk
Bei seinem Besuch in den Sommerferien war Pichler auch wieder bei den Karamojong, einem Hirtenvolk im Nordosten Ugandas, zu Gast, das teilweise noch sehr traditionell lebt. Entstanden ist dabei ein Projekt, das die Wasserversorgung in einigen Dörfern erheblich erleichtern soll. Mit Hilfe von vier Handbrunnen soll einerseits die Qualität des Wassers deutlich verbessert und andererseits das mühsame Wasserholen erheblich verkürzt werden. Pichler wird bei der Realisierung mithelfen und auch die technische Umsetzung begleiten. „Hauptgrund warum ich bei dem Projekt mitmache, ist, dass ich selbst in dem Dorf war und ihre Probleme gesehen habe und gern ein Teil der Lösung wäre“, meint der 21-Jährige.
Viele Projekte initiiert
Auch in seinem privaten Umfeld hat Pichler Projekte initiiert und unterstützt eine Frau, die an Aids erkrankt ist. Mit der Zeit haben sich dann auch immer mehr Miniprojekte ergeben, wo er sich für die Menschen engagieren kann. „Ich finde es gut, wenn Jugendliche Entwicklungsarbeit leisten, da es ein ausgezeichneter Weg ist, in vielerlei Hinsicht reifer zu werden. Einerseits werden einem dadurch die Augen für Probleme geöffnet, die einem bis dato nicht bewusst waren, man wird weltoffener, hilfsbereiter und toleranter, andererseits lernt man viel mehr zu schätzen, was man hat und beginnt beispielsweise, die Bildungschancen in Österreich als Privileg zu sehen. Entwicklungsarbeit zu leisten ist also in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung: nicht nur für die Menschen vor Ort, sondern auch für einen selbst“, erklärt Pichler seine Beweggründe für sein Engagement in Afrika.


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