Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Besonderes Qualitätssiegel für Bibliotheken aus dem Bezirk Braunau

Theresa Senzenberger, 18.01.2025 16:00

BEZIRK BRAUNAU. In Qualität zu investieren zahlt sich aus – das beweisen mehrere Bibliotheken im Bezirk Braunau, wie etwa das Bildungszentrum (BIZ) Munderfing. Es wurde erneut mit dem Q-Bib-Qualitätssiegel ausgezeichnet und erfreut sich über hohe Besucherzahlen.

Das BIZ Munderfing hat eine vielfältige Auswahl. (Foto: Markus Wimschneider)
  1 / 3   Das BIZ Munderfing hat eine vielfältige Auswahl. (Foto: Markus Wimschneider)

Um das Qualitätssiegel zu erhalten, müssen Bibliotheken verschiedenste Kriterien erfüllen. Nur die besten Bibliotheken des Landes haben die Möglichkeit, sich für das Qualitätssiegel zu bewerben. Im Bezirk Braunau hat diese Auszeichnung neben dem BIZ Munderfing nur die Bibliothek St. Johann. In ganz Oberösterreich besitzen 23 Bibliotheken dieses Gütesiegel.

Der Prozess, um das Siegel zu erhalten, ist durchaus aufwendig. Unter anderem müssen die Bibliotheken bei einer Selbstevaluierung angeben, wo Aufholbedarf besteht. Bei einer Verlängerung der Auszeichnung, wie beim BIZ Munderfing, müssen Schritte zur Verbesserung gesetzt worden sein. Berücksichtigt wird sowohl die kurz-, mittel- als auch langfristige Planung.

Breite Aufstellung entscheidend

Das gute Abschneiden des BIZ Munderfing liegt laut Leiter Markus Wimschneider, der auch Vorsitzender des Landesverbands für Bibliotheken ist, unter anderem an der breiten Aufstellung. Neben Büchern gibt es dort seit Jahren auch vielfältige Filme, Spiele, Hörspiele und Zeitschriften zum Ausleihen. Auch eine Bibliothek der Dinge, bei der man sich beispielsweise Bohrmaschinen oder Faschingskostüme ausborgen kann, wird angeboten. Sie soll in Zukunft erweitert werden.

Bei den Veranstaltungen legt das BIZ den Schwerpunkt auf Senioren und Kinder. Auch Filmvorführungen, die alle Altersgruppen ansprechen, gibt es.

Das alles kommt offenbar auch bei den Besuchern gut an. „Wir haben relativ hohe Besucher- und Entlehnzahlen“, sagt Wimschneider. 2024 verzeichnete das BIZ rund 1.500 Jahresleser und 30.000 Entlehnungen. Um das zu erreichen, müsse man laut dem BIZ-Leiter den Lesern entgegenkommen – auch bei den Öffnungszeiten.

Geändertes Leseverhalten

Das geänderte Freizeitverhalten merke man aber auch bei den Lesern, berichtet Wimschneider. „Früher hat man gelesen, damit in der Freizeit die Zeit vergeht. Heute ist die Weiterbildung ein wesentlicher Grund für das Lesen. Statt in Sachbüchern zu schauen, holt man sich die Infos aber inzwischen auch im Internet.“

Für Bibliotheken brauche es Träger, die finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. „Es wäre wichtig, dass Gemeinden und Pfarren den großen Mehrwert von Bibliotheken erkennen.“ Auch in kleineren Gemeinden sieht er ein Modell mit bezahlter Leitung als zukunftsfähig. „Ehrenamt wird immer schwieriger.“

„Bibliotheken

haben Zukunft“

Die Investition in Bibliotheken habe jedenfalls zahlreiche Vorteile. „Man kennt beispielsweise bei Kindern, die viel mit Büchern in Berührung kommen, die ersten Fortschritte bereits im Kindergarten. Viele Kinder können dadurch schon vor der Volksschule lesen.“ Der BIZ-Leiter ist überzeugt: „Bibliotheken haben auf alle Fälle Zukunft.“

Weitere Infos:
www.ibe.co.at/de/bildungsguetesiegel/bibliotheken-qbib.html

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden