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BRAUNAU. Anlässlich des internationalen Frauentages am Montag, 8. März, organisiert „Frau für Frau“ bereits zum 17. Mal die Braunauer Frauentage. Auf dem Programm stehen eine Filmveranstaltung, eine Ausstellung und ein Impuls-Vortrag.

  1 / 3   Einen Einblick in das Leben von Johanna Dohnal, einer Pionierin im Bereich der Politik und Frauenrechte, gibt ein Dokumentarfilm. Foto: Elfie Semotan

Seine Wurzeln hat der Frauentag in der Arbeiterinnenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. „An diesem Tag wollen wir uns an alle Frauen erinnern, die mit ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit für die Gleichberechtigung der Frauen eintreten. Auch 2021 gibt es genug Gründe, um sich für Frauen stark zu machen“, betont Andrea Friedl von der Frauenberatungsstelle „Frau für Frau“. „Der Weltfrauentag ist ein Tag der Solidarität für gerechtere Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle Frauen. Wir schließen uns den Forderungen nach sozialer und politischer Gerechtigkeit an und werden nicht müde, Themen wie die ungleiche Verteilung von Macht und Vermögen und Gewalt ins Bewusstsein zu rücken.“

Die Braunauer Frauentage finden dieses Jahr online statt. Dennoch gibt es auch heuer ein abwechslungsreiches Programm, das in Kooperation mit der Initiative Eine Welt, Treffpunkt Mensch & Arbeit und Regionalcaritas Braunau erstellt wurde.

Pionierinnen im Fokus

Von Freitag, 5. März, bis Montag, 15. März, gibt es dazu etwa eine Ausstellung in den Schaufenstern am Braunauer Stadtplatz und in der Stadtpfarrkirche. Unter dem Titel „die lila Schleife“ werden Pionierinnen, Wegbereiterinnen und Entdeckerinnen aus Politik, Technik, Kirche oder Kunst in Portraits vorgestellt. Jene Schaufenster, in denen ein Frauenportrait vorgestellt wird, sind mit einer lila Schleife markiert.

Film über „Die Dohnal“

Eine kostenlose Online-Filmveranstaltung wird am Samstag, 6. März, ganztägig abgehalten. Zu sehen gibt es den Dokumentarfilm „Die Dohnal“, der einen Einblick in das Leben der ersten Frauenministerin Österreichs gibt. „Johanna Dohnal ist eine Ikone der österreichischen Frauenbewegung und hat in ihrer Amtszeit viele Errungenschaften wie ein modernisiertes Familienrecht und die Erbauung der ersten Frauenhäuser in Österreich durchgesetzt. Sie bleibt eine Identifikationsfigur für heutige und nachkommende Generationen. Ihre Vision des Feminismus war nicht eine „weibliche Zukunft“, sondern eine „menschliche Zukunft““, erklärt Friedl.

An den Film anschließend gibt es die Gelegenheit, in einer Videokonferenz die Themen des Films zu besprechen. Mit dabei sind Waltraud Ernst vom Institut für Frauen- und Geschlechterforschung an der Kepler-Universität Linz, Bettina Mayr, die Preisträgerin des Courage Awards „Goldene Panthera“, und Margarethe Kröll, die Geschäftsführerin von „Frau für Frau“. Alle sind eingeladen mitzudiskutieren, mitzuhören, Fragen zu stellen und sich inspirieren zu lassen. Eine Anmeldung ist unter office@fraufuerfrau.at oder unter 07722/64650 möglich.

Frauenpower für jeden Tag

Mental- und Yogalehrerin Stephanie Doms gewährt am Sonntag, 7. März, ab 16.30 Uhr in einem Impuls-Vortrag Einsichten in ihr Buch „Powerwomen“. Darin schreibt sie über Frauen aus aller Welt, die Großes erreicht haben und uns als Quelle der Inspiration dienen können. Doms gibt in ihrem 90-minütigen Vortrag auch Übungsanleitungen, die dabei helfen, im Alltag in die eigene Kraft und Stärke zu kommen. Gerade in schwierigen Zeiten sei das umso wichtiger, denn Frauen spüren die Auswirkungen hier oft doppelt.

Der Abend soll den Teilnehmern die Gelegenheit geben, sich gezielt Zeit zu nehmen, um Frauenschicksalen nachzuspüren, um sich darüber auszutauschen und um sich selbst den Rücken zu stärken. Anmeldungen sind unter office@inoneworld.eu oder 07722/66470 möglich.

Auch Männer sind bei den Frauentagen herzlich eingeladen. Weitere Infos gibt es unter www.fraufuerfrau.at


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