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LOCHEN/MUNDERFING. Der Rekordsommer an ausgesetzten Tieren steigert sich immer noch, vor wenigen Tagen hat eine Frau bei den Müllcontainern neben der Bahnstation Achenlohe in der Gemeinde Munderfing zwei ausgesetzte Katzenbabys gefunden und zum Tierschutzhof Pfotenhilfe gebracht.

 (Foto: Pfotenhilfe)
(Foto: Pfotenhilfe)

„Ich verstehe diese Herzlosigkeit der Menschen nicht, denn die zwei Babys wären binnen kurzer Zeit verhungert oder von einem Auto oder dem Zug überfahren worden. Derzeit ist es wirklich zum Verzweifeln. Die zwei riechen noch dazu stark nach Rauch, da hat wieder einmal jemand illegal seine Katze nicht kastriert und die Babys wie Müll lebend entsorgt“. so Geschäftsführerin der Pfotenhilfe Lochen Johanna Stadler.

Stadler hat die beiden hilflosen Kater Fritzi und Bobby genannt und sie in ihren Kreis der Flaschenbabys aufgenommen, zu denen neben zahlreichen Katzenbabys derzeit auch Igel und Siebenschläfer gehören, und die fast rund um die Uhr Betreuung brauchen.

Halter drohen zwei Jahre Freiheitsstrafe

Wichtig ist jetzt aber auch, dass sich Leute melden, die die beiden oder ihre Mutter kennen und Hinweise auf den Halter liefern können. Denn das Aussetzen von Tieren fällt in Österreich unter strafrechtliche Tierquälerei und damit drohen dem Halter bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe. Die Pfotenhilfe konnte durch Hinweise schon viele Täter anzeigen und teilweise auch die Kosten ersetzt bekommen. Alle Hinweise werden vertraulich behandelt. Zeugen sind vor Gericht sehr wichtig, aber wenn es nicht anders geht, hilft auch eine anonyme Datenübermittlung über das Kontaktformular auf www.pfotenhilfe.at.


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