Braunauer Augenarzt bringt Licht und Hoffnung nach Guatemala
BRAUNAU/GUATEMALA. Für viele Menschen im Hochland Guatemalas bedeutet gutes Sehen keine Selbstverständlichkeit. Umso wertvoller ist das Engagement des Hilfsprojekts Augen auf Guatemala, an dem auch ein Arzt aus Braunau beteiligt ist.

Ivan Rodriquez Cantu, seit 2017 an der Augenabteilung des Krankenhaus Braunau tätig, war Teil eines internationalen Teams, das im Februar für drei Wochen nach Guatemala reiste. Vor Ort wurden mehr als 900 Menschen untersucht und rund 180 Operationen durchgeführt – vor allem am Grauen Star, einer der häufigsten Ursachen für Erblindung.
„Jede Operation bedeutete eine neue Chance: die Möglichkeit, das Gesicht eines geliebten Menschen wiederzusehen, die Farben der Natur wieder zu betrachten, wieder sicher zu gehen, zu arbeiten, zu lesen, ein erfüllteres Leben zu führen“, schildert der Augenarzt seine Eindrücke. Besonders berührend sei für ihn gewesen, dass mit dem Sehvermögen auch Hoffnung zurückkehre.
Das 2022 von Montserrat Masats gegründete Projekt richtet sich an Menschen in abgelegenen Regionen, insbesondere im Hochland rund um Quetzaltenango. Dort fehlt es massiv an augenmedizinischer Versorgung. Rund 800.000 Menschen haben kaum Zugang zu ärztlicher Hilfe. Neben Operationen umfasst der Einsatz auch Untersuchungen, die Ausgabe von Brillen und Medikamenten sowie umfassende Beratung. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern stellt zudem sicher, dass die Nachbetreuung der Patienten gewährleistet ist.
Im Februar 2027 soll das Projekt fortgesetzt werden – mit einem zusätzlichen Schwerpunkt auf diabetische Augenerkrankungen.


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