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BEZIRK BRAUNAU/SALZBURG. Um Mautflüchtlingen einen Riegel vorzuschieben, plant das Bundesland Salzburg ein Fahrverbot für von Deutschland kommende LKWs, die auf der B156 über Lamprechtshausen Richtung A1 fahren. Davon ist auch der Bezirk Braunau betroffen.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

Als Vorbild-Aktion sieht der Lengauer SPÖ-Verkehrssprecher und Landtagsabgeordnete Erich Rippl das geplante Fahrverbot des Salzburger Verkehrs-Landesrates Stefan Schnöll (ÖVP): „Das Nachbarbundesland wehrt sich bereits erfolgreich gegen Mautflüchtlinge von Deutschland in Richtung A1.“ Die Folge sei jedoch, dass sich die LKW-Fahrer nun neue Routen durch den Bezirk Braunau nach Salzburg, vor allem über die ebenfalls stark frequentierte B147, suchen, um die Maut für insgesamt 70 Autobahnkilometer einzusparen. Rippl fordert daher, es den Salzburgern gleich zu tun: „Landesrat Günther Steinkellner ist zum Schutz der Anwohner im Mattigtal gefordert, dieselbe Entschlossenheit wie sein Salzburger Amtskollege an den Tag zu legen und dieses effektive Mittel auch auf anderen Routen durch den Bezirk zu verordnen.“

Wirtschaftskammer verärgert

Verärgert über diesen „Alleingang Salzburgs“ zeigt sich hingegen die Wirtschaftskammer Braunau. „Die Salzburger Landesregierung will den Durchzugsverkehr nicht nur für den internationalen Transitverkehr sperren, sondern auch für den Lieferverkehr aus und in die benachbarten Gemeinden“, befürchtet Obmann Klemens Steidl. Bei den rund 2.000 Unternehmen in 19 Braunauer Gemeinden entlang der B156 sorge diese „unkooperative Vorgehensweise“ für Unruhe und Kritik. Zudem hätten sich in den vergangenen Jahren auch viele Salzburger Betriebe im Grenzgebiet angesiedelt: „Man wächst mit den wirtschaftlichen Entwicklungen immer mehr zusammen. Aber plötzlich wird wieder eine künstliche Grenze hochgezogen“, ärgert sich Steidl, der sich nun eine gemeinsame Lösung erhofft.

Fahrverbot Ende Jänner

Schon Ende Jänner soll das LKW-Transitfahrverbot auf Salzburger Seite in Kraft treten. Es wird laut Schwöll ab 300 Meter nach der Landesgrenze zum Bezirk Braunau gültig sein.


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