Probebetrieb für Minikreisverkehr in Braunau
BRAUNAU. Die Kreuzung Raitfeldstraße und Erlachweg in Braunau könnte in Zukunft einen Minikreisverkehr bekommen. Ob das sinnvoll ist, wird mit einem videoüberwachten Probebetrieb ab Mitte April getestet.

Die Kreuzung in der Nähe des Billa Plus und McDonald’s in Braunau ist relativ stark frequentiert, sowohl vom motorisierten Verkehr als auch von Fußgängern und Radfahrern. Ein Minikreisverkehr könnte mehr Sicherheit bringen – besonders für den nichtmotorisierten Verkehr. Der kleine Kreisverkehr an der Raitfeldstraße soll daher in einem mehrwöchigen Probebetrieb getestet werden.
Zu diesem Entschluss kamen die Landesstraßenverwaltung, der Verkehr- und Planungsausschuss und der Arbeitskreis Mobilität der Stadt Braunau nach intensiven Diskussionen und Überlegungen. Unterstützt wurden sie dabei vom Ingenieurbüro Planum aus Graz, das mit der Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes für Braunau beauftragt ist.
Immer mehr Minikreisverkehre
Minikreisverkehre werden in der Kreuzungsgestaltung immer beliebter. Das gilt vor allem in innerörtlichen Gebieten mit begrenztem Platzangebot. Schon auf vielen Kreuzungen sorgten sie für mehr Verkehrssicherheit und steigerten die Qualität des Verkehrsflusses.
Ein Minikreisverkehr hat einen Außendurchmesser von mindestens 13 Metern, eine einstreifig befahrbare Kreis-Fahrbahn sowie einstreifige Zu- und Ausfahrten. Eine Kreisinsel in der Mitte sorgt für die Erkennbarkeit als Kreisverkehr.
Von Autofahrern wird die Insel als leichtes Hindernis wahrgenommen. Der Schwerverkehr kann sie problemlos überfahren. Eine vergleichbare Verkehrslösung gibt es in Braunau seit zwanzig Jahren an der Ausfahrt am Unteren Stadtplatz.
Vier bis fünf Wochen Probebetrieb
Die provisorischen Bau- und Markierungsarbeiten für den Probebetrieb sollen in den kommenden Tagen abgeschlossen sein. Dann wird eine mobile Verkehrsdatenerfassung mit integrierter Videoauswertung montiert. Die Erfassung und Auswertung erfolgt gemäß der europäischen Datenschutz-Grundverordnung ohne Gesichts- oder Kennzeichenerkennung.
Der Probebetrieb ist für vier bis fünf Wochen geplant. Im Anschluss werden die Ergebnisse analysiert und es wird die weitere Vorgehensweise mit allen Entscheidungsträgern besprochen.


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