Personalsituation lässt allein im Bezirk Braunau 71 Betten leer stehen
BRAUNAU/OÖ. Aufgrund des Personalmangels im Pflegebereich können 71 verfügbare Heimplätze im Bezirk Braunau nicht an Pflegebedürftige vergeben werden.

„Von den 12.708 Pflegeheimplätzen im Land Oberösterreich stehen ganze 1.310 wegen fehlenden Personals frei. Um diese und aus sonstigen Gründen (etwa Neu- oder Umbau) freie Plätze belegen zu können, wären 550 zusätzliche Personaleinheiten notwendig. Das heißt, wegen Personalmangels können bereits ganze 10,3 Prozent der verfügbaren Plätze nicht an Pflegebedürftige vergeben werden. Im Bezirk Braunau sind das konkret 71 Heimplätze, die deshalb leer bleiben müssen“, leitet SPÖ-Landtagsabgeordnete und Pflegesprecherin Gabriele Knauseder aus den vorliegenden Zahlen ab.
Deshalb brauche es eine Pflegeoffensive für Oberösterreich, denn schöne Worte zum Tag der Pflege am 12. Mai würden die Personallücke nicht füllen.
Hohe Zeitguthaben und lange Krankenstände
Wie weitere aktuelle Zahlen aufzeigen, arbeitet das Pflegepersonal schon jetzt über der Belastungsgrenze. Mit Jahresende 2022 hat das Zeitguthaben fast 500.000 Überstunden und 114.600 Tage Resturlaub erreicht.
Durchschnittlich 24 Tage Krankenstand im Jahr
„Unsere Pfleger gehen über sich hinaus, um die anfallende Arbeit, wenn Kollegen fehlen, aufzufangen, damit ihre Klienten dennoch eine menschenwürdige Betreuung erhalten. Doch das hält auch der Körper nicht auf Dauer aus. Durchschnittlich 24 Tage Krankenstand im Jahr zeigen das Ausmaß der Überbelastung und sind ein lauter Handlungsaufruf an den Sozialreferenten“, verlangt Knauseder weitere Anstrengungen bei der Personalanwerbung.
Forderungen der SPÖ
Die SPÖ fordert bei der Personalsuche eine bessere Abstimmung der Länder untereinander und ein Ausbildungsstipendium, das auch zum Leben wirklich reicht.


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