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BEZIRK BRAUNAU. Die Arbeiterkammer Braunau blickt auf ein arbeitsintensives Jahr zurück. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten konnte sie für ihre Mitglieder im Bezirk erneut Millionenbeträge durchsetzen.

AK Bezirksstellenleiter Wolfgang Kinz (l.) und Präsident der AK Oberösterreich Andreas Stangl präsentierten die Bilanz für 2025. (Foto: AK OÖ / Wolfgang Spitzbart)

Krisen, steigende Preise und ein unter Druck stehendes Gesundheits- und Sozialsystem prägten das Jahr 2025. Umso wichtiger war die Arbeit der Arbeiterkammer Braunau, die für ihre Mitglieder im Bezirk insgesamt 41,86 Millionen Euro an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen erkämpfen konnte. Besonders ins Gewicht fielen Forderungen aus Insolvenzen sowie Erfolge bei Pensionen und Pflegegeld. Allein im vergangenen Jahr wandten sich 5.544 Menschen mit ihren Anliegen an die AK Braunau – telefonisch, persönlich oder per E-Mail. „Diese Zahlen unterstreichen die Wichtigkeit einer regionalen Anlaufstelle für die Mitglieder“, betont Wolfgang Kinz, Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer Braunau. Häufig ging es um offenes Entgelt, Kündigungen oder fehlerhafte Endabrechnungen. Auffällig: Rund drei Viertel der Arbeitsrechtsfälle betrafen Betriebe ohne Betriebsrat. Ein großer Beratungsschwerpunkt bleibe das Pflegegeld. Immer wieder müssen fehlerhafte Einstufungen korrigiert werden – auch gerichtlich. Die Arbeiterkammer fordert hier mehr Transparenz und Konsequenzen.

Auch Konsumentenschutz, Weiterbildung und direkte finanzielle Unterstützungen wie Mobilitäts-, Bildungs- oder Gesundheitsboni wurden stark nachgefragt.

Ausblick 2026

Wirtschaftlich sei die Talsohle nun erreicht, prognostiziert Andreas Stangl, Präsident der AK Oberösterreich, von einer weiteren Großinsolvenz wie jene von KTM geht er nicht aus. Jedoch werden die Themen Pflege, Gesundheit und Pensionen auch weiterhin ein großes Thema sein.


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