Schwieriges Marktumfeld: Palfinger passt Strategie an
LENGAU. Der Kranhersteller Palfinger, der unter anderem einen Standort in Lengau hat, reagiert auf das schwierige Marktumfeld mit einem verschärften Effizienzprogramm und einer stärkeren Konzentration auf das Kerngeschäft. Trotz gestiegenem Umsatz ist das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten 2026 gesunken.

Das Unternehmen hat in den ersten neun Monaten 2026 seinen Umsatz gesteigert, musste beim operativen Ergebnis jedoch Rückgänge hinnehmen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent auf rund 1,62 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 5,8 Prozent auf 120,7 Millionen Euro.
Unter anderem aufgrund einer Neubewertung russischer Vermögenswerte und weiterer Bewertungseffekte im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Tail & Passenger Lift-Geschäfts lag das Konzernergebnis bei minus 61,5 Millionen Euro.
Als Reaktion auf das schwierige Marktumfeld baut Palfinger sein Effizienzprogramm aus. Bis 2028 sollen Einsparungen von 50 Millionen Euro erreicht werden. Zudem will das Unternehmen sein Portfolio stärker auf das Kerngeschäft mit Kran- und Hebelösungen ausrichten. Der Verkauf des Geschäftsbereichs für Ladebordwände und Passagierlifte wurde dazu vertraglich vereinbart, ist aber noch nicht abgeschlossen.
„Wir können geopolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen nicht beeinflussen, unsere Entscheidungen jedoch sehr wohl. Deshalb haben wir im dritten Quartal unser Portfolio angepasst, unser Effizienzprogramm erweitert und unsere Organisation konsequent näher an die Märkte gebracht. Damit stärken wir die Resilienz von Palfinger“, sagt Andreas Klauser, CEO der Palfinger AG. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz leicht über und ein operatives Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau.








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