Equal Pay Day: Frauen verdienen in Braunau 926 Euro weniger
BRAUNAU. Heute, am 27. Oktober, ist im Bezirk Braunau Equal Pay Day. Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienen durchschnittlich 17,9 Prozent weniger als Männer. Die ÖGB-Frauen machten mit einer Zitronenaktion auf die Einkommensunterschiede aufmerksam und fordern mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern.

Unter dem Motto „Wir sind sauer!“ verteilten die ÖGB-Frauen Zitronen an Beschäftigte, um auf die weiterhin bestehende Einkommensschere aufmerksam zu machen. Im Bezirk Braunau verdienen Frauen bei Vollzeitbeschäftigung durchschnittlich 926 Euro pro Monat weniger als Männer.
„Wir sind sauer, weil Frauen noch immer auf faire Einkommen warten müssen. Mit unserer Zitronenaktion wollen wir zeigen, dass es höchste Zeit ist, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen. Gleiche Arbeit verdient gleichen Lohn“, sagt ÖGB-Regionalsekretärin Martina Priewasser.
Mehr Einkommenstransparenz gefordert
Ein wichtiger Schritt zu gerechterer Bezahlung ist aus Sicht der Gewerkschaft die Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie. Diese soll Beschäftigten ermöglichen, Einkommensunterschiede bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit besser nachzuvollziehen. Österreich hätte die Richtlinie bereits bis 7. Juni 2026 umsetzen müssen.
Die ÖGB-Frauen fordern daher eine rasche Umsetzung sowie transparente und geschlechtsneutrale Kriterien für Löhne, Gehälter und Zulagen.
„Faire Löhne und Gehälter brauchen keine Geheimniskrämerei, sondern Offenheit. Nur wenn Einkommensunterschiede sichtbar werden, können wir gezielt gegen Ungerechtigkeiten vorgehen“, betont Priewasser.
Beschäftigte, die vermuten, für gleiche oder gleichwertige Arbeit schlechter bezahlt zu werden, können sich an ihren Betriebsrat oder die Gewerkschaft wenden.








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