Imagefilm soll die wahren Schätze der Gemeinde Brunnenthal aufzeigen
BRUNNENTHAL. Der Verein Kulturvisionen Brunnenthal wirkt als Motor von Kultur und Dorfentwicklung. Mit einer Projektgruppe soll nun ein Imagefilm unter dem Titel „Brunnenthal – meine Wurzeln in der Region“ produziert werden. Das Filmprojekt wurde von Leader Sauwald-Pramtal positiv bewertet und für eine Förderung empfohlen. Im Tips-Interview erklärt Daniel Neuböck, Obmann von Kulturvisionen Brunnenthal, worum es im Film gehen soll und wann dieser präsentiert wird.

Tips: Worum geht es beim Projekt „Brunnenthal – meine Wurzeln in der Region“?
Daniel Neuböck: Die Gemeinde Brunnenthal ist einer dynamischen und sehr positiven Entwicklung ausgesetzt: traditionsbehaftetes Landleben, das sich vor allem durch Zuzug mit Ansprüchen und Herausforderungen einer modernen Gemeinde paart. Kulturarbeit kann hier vieles verbinden und daher produzieren die Kulturvisionen Brunnenthal einen Imagefilm. Wir arbeiten dabei unter anderem mit den Blickwinkeln derzeitiger „Exilbrunnenthaler“, sprich Studenten, die aufgrund ihrer Ausbildung auswärts leben und mit vielen Eindrücken aus der Kindheit, aus der Zeit des Aufwachsens in Brunnenthal aufzeigen und gleichzeitig sich mit Wünschen und Erwartungen bezüglich einer möglichen Rückkehr in die Heimat kritisch auseinandersetzen. Mit genau diesem Anliegen konnten wir bei der Leader-Region Sauwald-Pramtal punkten, die sich in ihren Entwicklungsstrategien darum bemüht, die Region für „Rückkehrer“ attraktiv zu halten.
Tips: Wie ist es zur Idee zu diesem Projekt gekommen?
Neuböck: Die Kulturvisionen Brunnenthal wurden vor etwas mehr als einem Jahr vom Gemeinderat Brunnenthal zum Dorfentwicklungsverein erkoren bzw. mit diesen Agenden beauftragt. Als dieser zeichnen wir uns mitunter für die Planung und Durchführung der Ortspräsentation bei der jährlichen Ortsbildmesse, die heuer am 2. September in Moosbach stattfindet, verantwortlich. In ersten Ideensammlungen fand sich bereits jene des Imagefilms für Brunnenthal.
Tips: Gibt es schon ein Konzept, wie der Film aussehen soll?
Neuböck: Alles wollen wir hierzu noch nicht verraten. Der Film wird allerdings bei den Kindheitserfahrungen der heutigen Jugendlichen / jungen Erwachsenen ansetzen und Brunnenthal in diesem Licht darstellen. Unsere Studenten, die sich gerade am Projekt beteiligen, bekunden mit ihrem jetzigen Blick „von außen“ die wahren Schätze unserer Gemeinde. In Verbindung mit ihren Kindheitserinnerungen und dem Blick auf die Entwicklungen der Gemeinde heute liefern sie interessante Beobachtungen voller Wertschätzung und konstruktiver Ideen für die Zukunft. Derzeit arbeiten sieben Studenten im Kernteam mit. Neben dieser „Kernprojektgruppe“ arbeiten weitere junge Erwachsene bzw. Studenten mit. Sei es in der technischen Umsetzung des Films oder auch in der Filmmusik, die von der Gesangskapelle Hermann geliefert wird.
Tips: Wie geht es nun mit dem Projekt, nachdem der Regionsverband „grünes Licht“ für eine Förderung gegeben hat, weiter?
Neuböck: Das Projektmanagement sieht folgende Schritte vor: Am vergangenen Samstag feilten wir am inhaltlichen Konzept. Dieses überarbeiten wir in den nächsten Tagen mit Gitti Igelseder (Werbung am Inn), die uns kompetent begleitet. Danach wird unser Produzent das Konzept prüfen und alle Umsetzungsschritte planen und vorbereiten. Ende Juli / Anfang August geht's an die Dreharbeiten. Weiters folgen natürlich Schnitt und Produktion. Am 2. September wird dann die Premiere bei der Ortsbildmesse vonstattengehen und eine breit angelegte mediale Publikation, vor allem über Social Media, muss folgen.
Tips: Welche Bedeutung hat der Film für den Verein Kulturvisionen Brunnenthal?
Neuböck: Mit dem Konzeptansatz wollen die Kulturvisionen als Dorfentwicklungsverein aufzeigen, dass Brunnenthal geniale Entwicklungen durchmacht. Dass sich Tradition und Moderne gemeinsam leben lassen. Dass sich die Gemeinde höchst agil entwickelt und die Blickwinkel und Bedürfnisse junger Brunnenthaler ernst genommen werden – egal ob ihre Wurzeln bereits in der Kindheit hier ihren Platz fanden oder sie als Neu-Zugezogene hier ihre Wurzeln schlagen wollen.
Tips: Können Sie unseren Lesern noch einen genaueren Einblick in den Verein Kulturvisionen Brunnenthal geben?
Neuböck: Die Kulturvisionen bestehen seit eineinhalb Jahren und haben sich als Kulturverein in der Gemeinde Brunnenthal, aber auch darüber hinaus mit hochkarätigen Kulturveranstaltungen einen Namen gemacht. Neben den erwähnten Agenden der Dorfentwicklung ließ der Verein im ersten Jahr des Bestehens mit einer sehr gut besuchten Vokal-Veranstaltungsreihe aufhorchen. Im heurigen Erinnerungsjahr (1918 – 1938 – 2018) gibt es eine Lesungsreihe, die prominent mit Erich Hackl im Frühling startete und mit niemand Geringerem als Konstantin Wecker am 27. November seinen Abschluss nehmen wird. In den nächsten Monaten folgen weitere Musik- und Kabaretthighlights. Als Verein arbeiten wir derzeit mit einem rund zehnköpfigen Leitungsteam in modernen Strukturen mit agilen Netzwerken zu den Arbeitsbereichen Gesellschaftspolitik, Dorf- und Regionalentwicklung, Literatur, Philosophie, Bildung, regionale Wertschöpfung, Kunst, Musik und Architektur.


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