BUCHKIRCHEN/WELS. Er war 19 Jahre lang der oberste Blasmusik-Funktionär des Bezirkes. Nun hat der 62-jährige Hubert Mayr-Zaininger aus Buchkirchen, der auch Vizepräsident des Landesverbandes war, sein Amt zurückgelegt. Die Tips haben mit Mayr-Zaininger über seine insgesamt 42 Jahre in einer ehrenamtlichen Funktion im Blasmusikwesen gesprochen.
Tips: Wie sind Sie zur Blasmusik gekommen?Mayr-Zaininger: Ich bin 1967 durch meinen Onkel als Klarinettist zur Musikkapelle Buchkirchen gekommen. Später habe ich begonnen Saxofon zu spielen. Als ich Vizepräsident des Landesverbandes wurde, habe ich als aktiver Musiker aufgehört. Später habe ich bei der Musikkapelle Taufkirchen angefangen, wo mein Sohn Kapellmeister ist. Aber ich bin nur bei konzertanten Ausrückungen dabei. Tips: Man kann sich vorstellen, dass der zeitliche Aufwand für einen Bezirksobmann einer so großen Organisation sehr groß ist. Wie hat die Vereinbarkeit mit Beruf und Familie funktioniert?Mayr-Zaininger: Zu den Wochenenden war der zeitliche Aufwand groß. In meinem Beruf war es mir aber möglich Termine tagsüber während der Woche wahrzunehmen. Meine Frau hat mich bereits als Funktionär kennengelernt und das akzeptiert, die Kinder sind auch Musiker. Tips: Warum lohnt es sich das Amt des Bezirksobmannes zu übernehmen?Mayr-Zaininger: Du wirst nur gefragt Funktionär zu werden, wenn die Leute glauben, dass du gute Arbeit geleistet hast. Funktionär zu sein ist für jeden interessant, es bringt einem persönlich sehr viel. Im Nachhinein betrachtet hat es noch allen die ich kenne große Freude bereitet. Tips: Vor allem in den Ballungszentren hat die Blasmusik viele Konkurrenten, wenn es darum geht Mitglieder zu gewinnen. Wie gelingt Nachwuchsarbeit?Mayr-Zaininger: Jeder Verein sollte die Jugend bereits im Volksschulalter heiß machen, in die Schulen gehen. Heute kommt niemand mehr von selbst. Wichtig ist, dass mehrere kommen, allein bleibt kein Jugendlicher. Tips: In den Städten hat eine Blaskapelle oft ein etwas verstaubtes Image?Mayr-Zaininger: Am Land kennen die Leute die Musiker, in der Stadt nicht. Auch Stadtkapellen sollten in die Schule gehen, genau wie es eine Landkapelle macht. Tips: Was waren für Sie die schönsten Momente in den letzten Jahren?Mayr-Zaininger: Ich bin stolz darauf im Bezirk ein Wir-Gefühl geschaffen zu haben. Ich konnte auch die öffentliche Hand für die Blasmusik gewinnen. Die schönsten Momente waren sicher die Vierteltreffen, die Lange Nacht der Blasmusik oder als der griechische Generalmusikdirektor Trikolidis als Dirigent für das Bezirksjugendorchester gewonnen werden konnte – und natürlich jedes Bezirksmusikfest. Tips: Was ist Ihr persönliches Resümee über Ihre Zeit als Blasmusikfunktionär?Mayr-Zaininger: Die Zeit im Blasmusikverband war für mich ein unheimliches Erlebnis. Man kann sich viele gute Kontakte aufbauen, zum Beispiel zur hohen Politik. Man profitiert in jeder Hinsicht. Tips: Was sind Ihre Pläne für die freie Zeit?Mayr-Zaininger: Jetzt kann ich wegfahren wann ich will, ohne auf Termine Rücksicht nehmen zu müssen. Ich habe mehr Zeit zum Sporteln und für Freunde außerhalb der Musi
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