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Nach den ersten 100 Tagen im Amt: Dimbachs neuer Bürgermeister im Tips-Gespräch

Markus Hochgatterer, 04.02.2020 17:30

DIMBACH. Am 16. Oktober 2019 trat Andreas Fenster (ÖVP) die Nachfolge von Josef Wiesinger als Bürgermeister der Marktgemeinde Dimbach an. Wie er seinen Beruf und die politische Aufgabe zugleich meistert und welche Projekte er in Dimbach umsetzen möchte, darüber hat sich Tips mit ihm nach mittlerweile hundert Tagen Amtszeit vor Ort bei einem Besuch unterhalten.

Andreas Fenster (ÖVP) übernahm nach 15 Jahren als Vize im Oktober 2019 das Bürgermeisteramt in der Marktgemeinde Dimbach. Foto: Hochgatterer

Tips: Wie voll ist Ihr Terminkalender, seit Sie gleichzeitig Unternehmer (Anm. Karosserie Innovations Technik Zentrum KITZ) sowie auch Bürgermeister sind?

Andreas Fenster: Da kommt natürlich oft vieles auf einmal zusammen, aber ich hab mein Zeitmanagement ein wenig anders gestaltet. So gelingt es mir, beide verantwortungsvollen Aufgaben gut unter einen Hut zu bringen. Ich bin am Donnerstagabend und am Freitag fix am Gemeindeamt, an den anderen Tagen je nach Terminvereinbarung. Da der Firmenstandort sich unweit vom Gemeindeamt befindet, bin ich da sehr flexibel. In der Firma nimmt mir auch mein Sohn David, der mittlerweile auch KFZ-Meister ist, viele Aufgaben ab. Bei der Vielzahl an Terminen und Einladungen konzentriere ich mich vor allem auf jene, die wichtig für die Weiterentwicklung unserer Ortes Dimbach sind.

Tips: Sie haben bislang zwei Gemeinderatssitzungen als Ortschef geleitet, Ihre ersten Eindrücke?

Andreas Fenster: Sehr positiv. Alle Fraktionen arbeiten gemeinsam für Dimbach, so soll es bleiben. Auch mit der Konstellation, das mein Cousin Manfred Fenster der SPÖ-Gegenkandidat bei der Wahl war, gibt es kein Problem. Wir verstehen uns gut. Zudem hab ich ja in den vergangenen Jahren als Vizebürgermeister viele Sitzungen miterlebt, deshalb war die Umstellung auf die neue Situation nicht so schwer.

Tips: Welche Projekte stehen in Ihrem ersten Bürgermeisterjahr ganz oben auf der Agenda?

Andreas Fenster: Da zählt auf jeden Fall der Bauhof-Neubau im Bereich der Kläranlage dazu. Es ist längst überfällig, dass wir den Mitarbeitern ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld und endlich auch einen Sozialraum plus WC und Umkleideraum bieten. Die Vorbereitungen schreiten gut voran, geplanter Baustart ist im Herbst 2020. Weiters liegt mir auch der Glasfaser-Ausbau am Herzen. Ich werde mich demnächst bei einer Vorstellungstour durch die Gemeinde in allen Haushalten vorstellen und dabei in persönlichen Gesprächen auch dieses wichtige Zukunftsthema mittransportieren. Ein Dauerthema ist auch das Thema Wohnen. Da sind wir aktuell sehr gut aufgestellt. Es wird rege gebaut und es sind noch Baugrund-Reserven vorhanden. Auch ein ökologisches Wohnhausprojekt mit der regionalen Firma GAP Solution ist nach wie vor am Tisch.

Tips: Als Wirtschaftsbund-Obmann sind Sie ja auch für die größte Dimbacher Veranstaltung im Jahreskalender, den Pfingstkirtag, mitverantwortlich. Was erwartet die Besucher heuer?

Andreas Fenster: Wir werden den rund 5.000 Besuchern am 1. Juni mit etwa 100 Anbietern wieder einen bunten Aussteller-Mix und darüberhinaus auch ein buntes Unterhaltungsprogramm – etwa mit dem bewährten Oldtimertreffen – bieten. Viele freiwillige Helfer aus den Dimbacher Vereinen werden dafür sorgen, dass sich unser Ort den Gästen von der besten Seite zeigt. Interessierte Aussteller können sich übrigens nach wie vor anmelden und sind bei mir an der richtigen Stelle.


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