Wenn der Wald durch den Magen geht: Haute cuisine in der Wildnis
EBENSEE. Wildkräuter, Wildbret, Wildfisch – die Schätze des Waldes sind vielfältig. Das Wissen um diese geht immer mehr verloren – und auch jenes, was man alles vom Wegesrand direkt auf den Teller zaubern kann. Gemeinsam mit dem Kollektiv Feldküche riefen die Bundesforste am Langbathsee das Wissen um Pflanzen- und Tierwelt auf besonders sinnliche Weise in Erinnerung.

Rund 45 Gäste führte Leopold Putz – seines Zeichens Revierleiter in Reindlmühl – zunächst vom Parkplatz entlang der Forststraße zur einstigen Jagdvilla Franz Josefs und zeigte, dass das Essen oft unbeachtet quasi auf bzw. neben der Straße liegt. Die Gästeschar erfuhr Wissenswertes über diverse Kräuter, deren Aromen und auch Heilwirkungen. Die Wald-Wild-Werkstatt weihte dann am Areal des Jagdschlosses Langbathsee auf kulinarisch-kreative Weise in die Geheimnisse des Waldes ein. Unter freiem Himmel wurde gekocht und gegessen. Vierhauben-Koch Christian Petz zauberte unter anderem geeiste Buttermilch mit Blüten vom Hohlzahn und Springkraut, Hirschleber in Sud aus rotem Holler, Mufflon vom Spieß mit Pilzen sowie Topfendalken mit Marillenröster auf die Teller. Dazu gab´s unter anderem Waldbier von der Schwarzkiefer.


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