Großes Fest für Städtepartnerschaft
EBENSEE. Festabend im Ebenseer Rathaussaal aufgrund der 30-jährigen Städtepartnerschaft.

Mit einem Festabend im Rathaussaal Ebensee wurde das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft Prato und Ebensee im Beisein von Diözessanbischof Manfred Scheuer und Altbischof Maximilian Aichern gefeiert.
Diese Partnerschaft hat ihre Wurzeln in einem dunklen Kapitel in unserer Geschichte. Denn nach einem Streik in der italienischen Stadt Prato im März 1944 wurden Arbeiter wahllos festgenommen. 90 Prateser wurden ins Lager Ebensee gebracht um Zwangsarbeit zu leisten. Nur wenige von ihnen überlebten und konnten nach der Befreiung des KZ Nebenlagers Ebensee am 6. Mai 1945 in ihre Heimat zurückkehren. Einer von ihnen, Roberto Castellani, der bei seiner Verhaftung 17 Jahre alt war, hatte die Idee der Städtepartnerschaft des Friedens zwischen den beiden Gemeinden Prato und Ebensee, die durch schrecklichen Ereignisse des 2. Weltkrieges miteinander verbunden wurden.
„Versöhnung statt Vergeltung, Frieden statt Rache „, war das Motto des mittlerweile verstorbenen Gründers der Städtepartnerschaft, der auch zum Ehrenbürger der Salinengemeinde Ebensee ernannt wurde.
Die Bürgermeister Matteo Biffoni und Markus Siller unterfertigten zum 30-Jahr-Jubiläum einen aktualisierten Patnerschaftsvertrag. Von der Pfarre Ebensee gab es eine Flagge als Geschenk.
Die Jubiläumsfeiern, die mit einem Marsch durch den „ Löwengang“ zu den Stationen des Bedenkens starteten und mit der KZ - Befreiungsfeier und einem Festkonzert fortgesetzt werden, sollen an die Grundsteinlegung der Städtepartnerschaft vor 30 Jahren erinnern, aber auch der Jungend aus 3 europäischen Ländern, Österreich, Italien, Polen die Idee Roberto Castellanis der völkerverbindenden Partnerschaft, weitergeben.


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