Marco Pühringer alias MP The Kid über sein neues Album „Dreams From Above“
EFERDING. Seitdem MP The Kid, vormals bekannt als M.P., seine erste EP „Magic“ (2015) veröffentlichte, durfte der gebürtige Eferdinger so manchen Erfolg feiern. Mit Tips hat Marco Pühringer, so sein bürgerlicher Name, über die letzten Jahre und vor allem sein neues Album „Dreams From Above“ gequatscht.

Tips:Am 30. November erscheint dein neues Album, auf dem du sehr persönliche Geschichten, Träume und Visionen preisgibst. Was genau dürfen wir erwarten?
Marco: „No Road“ erzählt etwa, dass dir kein Weg zu lange sein sollte, solange es dein eigener ist. Der Song stellt eine Art Monolog dar, indem ich mir klar mache, wie wichtig es ist, in seinem Leben etwas zu hinterlassen. Für mich persönlich ist es die Musik, doch für jemand anderen kann es etwas ganz anderes sein. Generell versuche ich meine Songs immer so aufzubereiten, dass die Hörer ihre persönlichen Geschichten, Träume und Visionen hineininterpretieren können. Wie der Albumtitel schon verrät, es geht um das Verfolgen von Träumen. Da ich selbst ein sehr positiver, partyfreudiger Mensch bin, sind viele der Songs aber natürlich auch einfach nur da, um einen in gute Laune zu versetzen.
Tips:Wo würdest du deinen Musikstil einordnen?
Marco: Grundsätzlich finde ich es schwierig, Genres zu definieren, da es besonders im Bereich Pop immer mehr verschwimmt, aber ich würde sagen irgendwo zwischen Rap und Pop und dort wird er auch bleiben.
Tips:Kannst du von deiner Musik leben?
Marco: Die Lieblingsfrage für jeden Musiker. Momentan könnte es sich schon irgendwie ausgehen, aber ich habe auch noch einen Teilzeitjob in Wien, welchen ich zurzeit nicht aufgeben möchte. Viel Freizeit bleibt mir zwar nicht, aber ich liebe es so wie es ist. Für mich ist es jetzt schon ein Erfolg sagen zu können, einen Teil meines beruflichen Lebens der Musik zuschreiben zu können. Ich meine, unglaublich, dass ich am Frequency Festival spielen durfte, auf dem ich früher immer nur als Besucher war. Damals hätte ich mir nie gedacht, selbst mal auf der Mainstage zu stehen. Man muss sich immer wieder an der Nase nehmen und einfach mal zurückblicken und dankbar sein. Aber natürlich denke ich in Sachen Frequency auch: „Wow… Frequency war echt super! Vielleicht schaffe ich es aber in ein paar Jahren, nicht um 14 Uhr zu spielen, sondern erst um 21 Uhr“.
Tips:Rückblickend auf die vergangenen Jahre, worauf bist du besonders stolz?
Marco: Es fällt mir schwer, einen gewissen Milestone im Sinne des Erfolgs eines Songs, eines besonderen Auftritts, einer Nominierung oder sonst etwas herzunehmen. Worauf ich jedoch immer stolz bin ist, dass alle im engeren Team auch sehr gute Freunde sind. Diesen Sommer hatte ich einen Auftritt in Feldkirch. Wir sind dann für zwei Tage weiter an den Bodensee und hatten eine echt tolle Zeit. Als ich dann realisiert habe, dass es vor allem die Songs sind, die ich zu Hause alleine aufnehme und am Laptop fertig produziere, die zu diesen Momenten führen, war ich schon stolz.
Tips:Wo soll es für dich in Zukunft hingehen?
Marco: Die nächsten Schritte sollen klar über die Grenzen von Österreich gehen. Zwar habe ich ein paar Songs, die das schon ein kleines bisschen ermöglicht haben, aber ich möchte in Zukunft mit neuem Material noch mehr internationale Aufmerksamkeit gewinnen.
Tips:Sophie Lindinger von Leyya hat dir für einen früheren Song ihre Stimme geliehen. Hast du wieder einmal mit ihr zusammengearbeitet?
Marco: Leider nicht, das kann sich jedoch gerne wieder ändern. Wir haben den gemeinsamen Song „Take My Hand“ aber zusammen auf der FM4-Bühne am Donauinselfest performed. Das war trotz Regen sehr cool.
Tips:Wie sieht es mit deinen Eferdinger Wurzeln aus? Trifft man dich manchmal in der Region an?
Marco: Den Bezug zu Eferding werde ich nie verlieren. Der Besuch bei meinen Eltern und meiner Oma steht regelmäßig am Programm und ist ein wichtiger Ausgleich für mich. Außerdem habe ich auch viele gute Freunde im Umkreis von Eferding, mit denen dann auch immer etwas unternommen wird. Über die Weihnachtstage bin ich etwa jedes Jahr für eine längere Zeit am Land. Das genieße ich sehr.


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