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ALKOVEN. In Schloss Hartheim ging die alljährliche Gedenkfeier für die Opfer der NS-Euthanasie und der Morde an Häftlingen der KZ Mauthausen, Gusen, Ravensbrück und Dachau sowie für die in Hartheim ermordeten Zwangsarbeiter über die Bühne.

Kränze erinnern am Friedhof neben Schloss Hartheim an die Opfer.
Kränze erinnern am Friedhof neben Schloss Hartheim an die Opfer.

Zahlreiche Ehrengäste, darunter Angehörige und Nachkommen von Opfern der NS-Euthanasie sowie diplomatische Vertreter aus 18 Ländern fanden sich ein, um der rund 30.000 in Hartheim ermordeten Menschen zu gedenken. Insgesamt nahmen mehr als 160 Personen teil.

Nach der Begrüßung durch die Obfrau des Vereins Schloss Hartheim, Brigitte Kepplinger, betonte der in Vertretung von Landeshauptmann Josef Pühringer sprechende Landtagsabgeordnete Jürgen Höckner unter anderem die gelungene Etablierung des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim als außerschulischer Lernort. Die Gedenkrede hielt Herwig Hösele, Generalsekretär des Zukunftsfonds der Republik Österreich, in welcher er auf die Bedeutung der Erinnerung an die NS-Verbrechen und ihre Opfer verwies. Dadurch könne das Bewusstsein für die Unteilbarkeit der Menschenrechte und die Unantastbarkeit der Menschenwürde geschärft werden. Der Lern- und Gedenkort sei dabei eine ständige Mahnung. Mit Golo Mann stellte Hösele fest, „nur wer die Geschichte kennt, kann die Gegenwart bewältigen und die Zukunft meistern“. Der Zukunftsfonds der Republik Österreich leiste einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Erinnerungskultur. Er fördere Projekte, die „den Interessen und dem Gedenken der Opfer des nationalsozialistischen Regimes, der Erinnerung an die Bedrohung durch totalitäre Systeme und Gewaltherrschaft sowie der internationalen Zusammenarbeit dienen“. Vor allem durch die Arbeit mit jungen Menschen solle fundamentalistischen, antisemitischen, xenophoben Tendenzen und Radikalisierungen entgegengewirkt werden.

Im Anschluss präsentierten Schüler der 8d. Klasse des Privaten ORG St. Karl Volders die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit Schloss Hartheim. Sie verarbeiteten in ihrem Beitrag die furchtbaren Ereignisse der NS-Zeit in Form von literarischen Beiträgen wie etwa Gedichten. Zur Sprache kamen dabei auch Biografien von in Hartheim ermordeten Menschen. Abschließend wurden auf dem Friedhof der Opfer Kränze niedergelegt. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Abdias Quintett des Musikgymnasiums Linz.


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