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ALKOVEN/OÖ. In 75 Prozent aller oberösterreichischen Haushalte – das sind etwas mehr als 450.000 – steht zu Weihnachten ein Christbaum. Dabei sind die Oberösterreicher, was ihre Christbäume angeht, besonders patriotisch. Heimische Produktion und ihre Erkennbarkeit sind für sie wesentlich.  

Beim Christbaumschneiden in Alkoven: Biogärtner Karl Ploberger, Obmann der OÖ Christbaumbauern Ignaz Hofer, Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker und Franz Hehenberger von der Aktion „Sei so Frei“ (v. l.). Foto: LK OÖ

91 Prozent der Oberösterreicher ist es laut einer Umfrage des GfK Marktforschungsinstituts, im Auftrag der Österreichischen Christbaumbauern, wichtig, dass ihr Christbaum in Österreich gewachsen ist. 46 Prozent der Oberösterreicher schätzen die Erkennbarkeit heimischer Bäume unter anderem durch die Schleife der OÖ Christbaumbauern. 52 Prozent der Christbäume werden in Oberösterreich ab Hof/Kultur oder Wald bei den Christbaumbauern gekauft. Tendenz steigend.

Die OÖ Christbaumbauern können das bieten, was für 56 Prozent der Oberösterreicher wichtig ist: Versorgungssicherheit, kurze Transportwege und damit ein Beitrag zum Klimaschutz. „Mit dem Kauf eines Christbaums aus Oberösterreich trägt jeder Käufer zur Erhaltung des ländlichen Raums bei. Der Baum aus der Heimat leistet durch die kurzen Transportwege einen Beitrag zum Klimaschutz. Regionalität hört nicht bei den Lebensmitteln auf, sondern auch der heimische Christbaum ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor, der bäuerliche Einkommen und Arbeitsplätze sichert“, so Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

Letztes Jahr wurden in OÖ etwa 400.000 Christbäume von den 170 Christbaumbauern verkauft. Einer von ihnen ist Thomas Holzinger aus Alkoven. Er hat in Summe etwa acht Hektar Christbaumkulturen. Verkauft werden die Bäume ab Hof und an Verkaufsständen im Großraum Linz-Wels-Eferding. Bereits Ende der 1970er-Jahre begann Holzingers Vater einfache Fichten zu verkaufen und legte zur selben Zeit die ersten Christbaumkulturen an. „Seitdem hat sich der Christbaumverkauf in unserer Familie stetig gesteigert und bildet jetzt ein wesentliches Standbein unseres Betriebes. Ich bin mit den Christbäumen aufgewachsen und für mich ist die Adventzeit seit jeher fix mit dem Christbaumverkauf verbunden“, so Thomas Holzinger. Das „Zehetnergut“ der Holzingers liegt mitten im Eferdinger Becken.

Ab 8. Dezember starten die OÖ Christbaumbauern wieder auf ihren Höfen und den im ganzen Land verteilten Verkaufsständen mit dem Verkauf der Christbäume. Für ihren Lieblingsbaum, die Nordmanntanne – sie schmückt drei von vier oberösterreichische Wohnzimmer –, werden die Konsumenten, je nach Aussehen des Baumes und Verkaufsort, zehn bis 35 Euro pro Laufmeter bezahlen, Blaufichten kommen auf sieben bis 14 Euro pro Laufmeter, wobei die Preise im städtischen Bereich generell höher sind. Gegenüber dem Ab-Hof-Verkauf müssen hier die Kosten für Transport und Standmiete berücksichtigt werden. „Aus Umfragen wissen wir, dass Aussehen, Frische und kurze Transportwege deutlich vor dem Preis die wichtigsten Entscheidungskriterien für den Konsumenten sind. Wir Bauern wollen die Preise für unsere Christbäume auch heuer wieder stabil halten. Es zahlt sich also aus, auf die Herkunft zu achten. Unsere Bäume erkennen die Konsumenten an der Herkunftsschleife“, erläutert Ignaz Hofer, Obmann der OÖ Christbaumbauern.

Die OÖ Christbaumbauern unterstützen auch heuer das Wiederaufforstungsprojekt der Aktion „Sei so frei“ der Katholischen Männerbewegung in Tansania.

Weitere Infos unter www.weihnachtsbaum.at


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