Bau für die längste Fischwanderhilfe Europas läuft auf Hochtouren
EFERDINGER BECKEN. Derzeit laufen die Bauarbeiten für die längste Fischwanderhilfe Europas. Errichtet vom Verbund im Zuge des Projektes Life+ Netzwerk Donau wird damit das Donaukraftwerk Ottensheim-Wilhering fischpassierbar. Die Bauarbeiten laufen zügiger voran als geplant und könnten bis Mai 2016 abgeschlossen sein.

Neun Bagger sind derzeit im Dauereinsatz zwischen Ottensheim und Aschach, um die Fischwanderhilfe, ein rund 14,2 Kilometer langer Umgehungsarm über das Innbach-Aschach-Gerinne am rechten Donauufer, zügig fertigzustellen. Neben den Arbeiten im Fluss werden derzeit die Einlaufbauwerke an beiden Enden der Fischwanderhilfe errichtet. Das Aushubmaterial verbleibt großteils auf der Baustelle, wodurch der Transportaufwand und damit der LKW-Verkehr außerhalb des Projektgebietes sehr gering bleibt.
„Wir bedauern, dass es durch die Bauarbeiten zu Behinderungen kommt und bitten um Verständnis“, so Projektleiter David Oberlerchner. Derzeit muss der Donau-Radweg über den Eferdinger-Landl-Weg R18 umgeleitet werden. Die gute Nachricht ist, dass die Bauarbeiten zügiger als geplant laufen. „Wir sind aber auf gutem Weg, schon im Frühsommer nächsten Jahres fertig zu werden“, so David Oberlerchner. Der Radweg sollte nach Ostern wieder ungestört passierbar sein.
Schaffung neuer Lebensräume
Die Wiederherstellung der freien Durchwanderbarkeit der großen Fließgewässer für Fische und andere Wasserlebewesen stellt eine wesentliche Voraussetzung für die Erfüllung der Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie beziehungsweise des darauf aufbauenden Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans dar. „Mit dieser Maßnahme wird die EU-Wasserrahmenrichtlinie, die die Passierbarkeit für Fische vorschreibt, übererfüllt“, betonte Michael Amerer, Geschäftsführer der Verbund Hydro Power GmbH, schon am Beginn der Arbeiten. Insgesamt werden acht Millionen Euro investiert und 340.000 Kubikmeter Erde bewegt.
Das Projektgebiet erstreckt sich von der aktuellen Mündung des Innbaches bei Wilhering über das Aschach-Hochwasserentlastungsgerinne und den Brandstätter Altarm beinahe bis zum Markt Aschach. Das 14,2 Kilometer lange Umgehungsgerinne erfüllt, wenn es fertig ist, die hohen ökologischen und technischen Anforderungen an die Passierbarkeit für Fische. Darüber hinaus werden durch eine naturnahe Gestaltung des gesamten Gerinnes wertvolle Strukturen in Form von Tiefstellen (Kolken), Furten sowie Buchten als zusätzliche Lebensräume für Fische und eine Vielzahl von wassergebundenen Organismen geschaffen.


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